Gewohnt spannend mit kleinen Schwächen

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spinola Avatar

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"………….. Ich wollte das nicht tun. Aber ich musste. Er hat uns keine Wahl gelassen."

So endet der Prolog im neuen Krimi von Nele Neuhaus, bezogen auf ein Geschehnis vor 42 Jahren.

Der Roman beginnt mit einem jungen Mann der, aus dem Jugendknast entlassen, eine Bleibe in der Nähe seines Heimatortes Ruppertshein sucht. Sein Ziel ist der Campingplatz am Waldfreundehaus
Mitten in der Nacht gibt es eine heftige Detonation, ein Wohnwagen geht in Flammen auf.
Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff haben Bereitschaft und werden gerufen.
Nachdem die Feuerwehr in den verbrannten Resten auch noch eine verkohlte Leiche findet wird es zu einem Kriminalfall. War es Brandstiftung? War es Mord?
Während der Ermittlungen wird auch noch die Besitzerin des Wohnwagens ermordet. Eine Frau die Bodenstein schon sein Leben lang kennt und mit deren Sohn er zur Schule ging.
Kurz darauf geschieht ein dritter Mord. Bei den Dorfbewohnern geht die Angst um, wer ist das nächste Opfer.
Je weiter die Ermittlungen fortschreiten um so mehr wird Bodenstein mit einem Ereignis im Jahr 1972 konfrontiert. Sein bester Freund Artur verschwand damals spurlos. Besteht eine Verbindung zwischen diesen beiden Fällen? Was verschweigt man ihm?
Er geht alten Spuren nach und entdeckt immer mehr Nachlässigkeiten und Ungereimtheiten und dass damals etwas vertuscht wurde. Ein ganzes Dorf mauert, keiner will etwas davon wissen. Auch als man die Leiche des Jungen findet sagt keiner etwas. Werden die beiden Kommissare diesen Fall lösen?

Das neue Buch von Nele Neuhaus ist wie immer spannend, bis zum Schluss weiß man nicht wer der Mörder ist. Der Schreibstil ist sehr gut und die Handlung fesselnd. Was mich beim Lesen gestört hat waren die viel zu viele verschiedene Personen und deren Geschichten. Ich musste immer wieder (was mir sonst selten passiert) zurückblättern um mir in Erinnerung zu rufen wer zu welcher Familie und zu was für einer Geschichte gehört, das stört den Lesefluss.