Erfrischend amüsant und gesellschaftlich aktuell

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antji Avatar

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Der 13jährige Karl lebte mit seiner Mutter, einer Neurowissenschaftlerin, und seinem Vater, einem Biologen, zusammen. In dieses angepasste Leben platzt Oma nach Opas Tod mit der Idee, im Ort in eine - wie Mama und Papa es nennen - Hippie-WG zu ziehen, eigentlich in ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt. Im Traum bekommt ausgerechnet Karl von Opa den Auftrag, Oma bei der Durchführung ihrer Idee zu helfen.
Nun wird es erst richtig turbulent. Doch der Umzug gelingt. Heimlich. Als Karls Eltern in eine Beziehungskrise geraten und Papa auszieht, treffen sich Oma und Papa ausgerechnet in der Hippie-WG wieder.
An manchen Stellen im Buch wird der Bogen zur Realität sehr überspannt. Doch man bleibt gerne als Leser in der Handlung und sympathisiert schnell mit Oma, Papa und der Hippie-WG und natürlich mit der Hauptperson des Buches, mit Karl.
Der Inhalt des Buches ist sehr aktuell: Eltern in der Beziehungskrise und in Trennung. Das ist ein Thema, mit dem sich viele Kinder und Jugendliche konfrontiert sehen. Sehr schön in die Thematik eingebettet wird der Trend der in ihren Ideen und im Fühlen noch jugendlichen Großeltern, denn Oma will nach dem Tod ihres Mannes noch nicht - oder: gerade nicht - zum alten Eisen gehören.
Ein lesenswertes und kurzweiliges Buch.