Gemütlicher Ostseeroman

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In dem Roman „Inselküsse“ von Evelyn Kühne geht es um Marie, die es als alleinerziehende Mutter von 3 Kindern nicht leicht hat und erst alles verlieren muss, um ihr Glück zu finden.

Das Cover lädt zum Träumen ein und vermittelt gleich ein schönes Urlaubsfeeling. Das stimmt einen schön auf den Roman ein. Für mich war die Geschichte um Marie und ihre Familie dann auch in der Tat ein gemütlicher Urlaubsroman – vorhersehbar, aber sympathisch und unterhaltsam.

Der Anfang des Romans ist gleich sehr unterhaltsam – alles scheint schief zu gehen und dann hat es Marie auch noch mit einer pubertierenden Tochter zu tun. Gut, dass es die freundliche Nachbarin Ruth gibt, die gleich eine Lösung parat hat. Also geht es für alle ab nach Rügen. Auch das scheint erst eine total Katastrophe zu sein, aber nach und nach verlieben sich alle in die ruhige, naturbelassene Insel. Diese wird von der Autorin mit schönen Worten beschrieben; man bekommt gleich Lust, seine Sachen zu packen und auch auf die Insel zu ziehen – oder wenigstens seinen Urlaub dort zu verbringen.

Die Protagonisten sind teilweise sehr klischeehaft beschrieben und reagieren manchmal etwas unverständlich. Das fand ich zum Teil etwas anstrengend. Dafür hat mir besonders gut gefallen, dass Kater Felix immer wieder im Roman vorkommt und kleinere Auftritte hat. Das Ende finde ich sehr passend und lässt keine Wünsche offen.

Alles in allem ein gemütlicher Ostseeroman mit kleinen Schwächen, der einem die Insel Rügen mit ihrer malerischen Natur näher bringt.