Leichte Sommerlektüre

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anna-lee Avatar

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Obwohl „leicht“ sicher nicht das richtige Wort ist, um die Situation der Protagonistin dieses Buches zu beschreiben: Marie ist dreiundvierzig, alleinerziehende Mutter dreier Kinder, hält sich mit Töpferarbeiten und Nebenjobs gerade so über Wasser und hilft zudem noch ihrer kranken Nachbarin Ruth. Besagte Dame hat scheinbar die Lösung für Marie, als ihr eine Mieterhöhung und Sanierung drohen – sie soll in Ruths Haus auf Rügen unterkommen. Diese scheinbar glückliche Lösung bekommt Risse, als Marie sieht, in welchem Zustand das Haus ist. An dieser Stelle kommt mit dem Tischler Christian dringend benötigte Hilfe ins Spiel, wobei auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz kommt und neuen Schwung in Maries Leben kommt.

Die Protagonistin mit ihrer Stärke und ihren kleinen Schwächen ist mir sogleich sympathisch, man möchte sie sie sofort weiter begleiten und wissen, wie es mit ihr weitergeht. Der Schreibstil ist leicht und locker – die perfekte Lektüre für einen entspannten Sommertag mit einer angenehmen Portion Humor. Die Schauplätze sind bildhaft dargestellt und ich fühle mich gedanklich zurück an der Ostsee.

Allerdings gibt es einige Längen und die Geschichte ist an einigen Stellen etwas vorhersehbar. Wer Lektüre zum Wohlfühlen und mit Herz sucht, ist hier aber sehr gut aufgehoben!