Ein gutes Buch für zwischendurch!

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Je tiefer das Wasser erzählt die Geschichte von Edith und Mae, zwei Schwestern, die nach einem gescheiterten Suizidversuch ihrer Mutter zu ihrem Vater nach New York ziehen müssen. Der Haken an der Sache ist nur dass sie ihn seit ihrer frühen Kindheit nicht mehr gesehen haben!
Es kommt zu Streitereien denn auch wenn sie in einigen Momenten glücklich scheint vertraut Mae ihm nicht, schließlich hatte er die beiden schon einmal im Stich gelassen, was sollte ihn also davon ab das noch einmal zu tun?!
Edith hingegen ist froh den Verrücktheiten ihrer Mutter entkommen zu sein und endlich den Vater zu haben den sie schon immer haben wollte.
Als Mae es aus Sorge um Ihre Mutter und Sehnsucht nach ihrem alten Leben nicht mehr aushält und in ihre Heimat zurückkehren möchte kommt es zum Bruch zwischen den Schwestern und vorerst trennen sich die Wege von Edith und Mae.
(Mehr möchte ich zur Story erstmal nicht sagen, weil Spoiler!!!)

Prinzipiell halte ich das Buch für ein gutes Buch. Der Schreibstil ist ok und die Art die Geschichte aus so vielen unterschiedliche Sichtweisen zu erzählen, selbst aus der von vermeintlich unwichtigen Nebencharakteren, finde ich genial!
Mein größtes "Problem" liegt in diesem Fall in der Geschichte selbst. Mir fällt es schwer mich richtig in Charaktere hineinzuversetzen, getroffene Entscheidungen wirken auf mich oft unnachvollziehbar. Zwar könnte man einiges bestimmt auf das junge Alter der Hauptcharaktere zurückführen aber auch bei Erwachsenen Personen trifft es für mich öfter zu als nicht.

Trotz all dem halte ich "Je tiefer das Wasser" für ein durchaus gutes Buch, wenn man erstmal einen Zugang gefunden hat!
Es spricht wirklich wichtige Themen an über welche es meiner Meinung nach durchaus ein, zwei Bücher mehr geben könnte. Außerdem bietet es sich aufgrund seines Aufbaus und seiner Erzählweise und Geschwindigkeit sehr gut für Gelegenheitsleser an.