Wundervolle Romanidee, phasenweise etwas zäh umgesetzt.

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chimchen Avatar

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KA - Das Reich der Krähen von John Crowley
Das Buch „Das Reich der Krähen“ umfasst gute 550 Leseseiten und ist als Fantasyroman im Golkonda-Verlag erschienen.
Das Cover ist sehr wertig und edel gestaltet, und meines Erachtens absolut passend zu dem Inhalt. Wenn man den Schutzumschlag entfernt, weißt es auch so noch viel Wertigkeit auf. Ich finde sowohl Schriftgröße als auch Papier super. Was mich immer wieder sehr begeistert hat, waren die wunderschönen Zeichnungen zwischen den Kapiteln.
Lesen wollte ich es, weil ich die Idee des Buches wunderbar fand und neu und mich die ersten Seiten sehr in seinen Bann zogen.
Was mir sehr gut gefallen hat, war die Namensfindung von Dar Eichling und seine Reise.
Vor allem auch die Reise mit dem Menschenkind des Stammes, welche sich gegenseitig in tiefer Verbundenheit lange begleitet haben. Die Sichtweisen der Krähen und die Neugier und der Wissensdurst nach Kommunikation der Einen war durchaus bemerkenswert und fesselnd. Es war schön in das Seelenleben von Dar schauen zu dürfen und seine Welt erleben zu dürfen. Leider leider fehlte es an vielen Stellen für mich an Tiefe oder ich habe sie einfach nicht zu fassen bekommen. Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, ist das surreale und fantastische, also meistens.
Das erste Viertel oder Drittel des Buches ließ sich flüssig lesen und zog mich in seinen poetischen und fantastischen Bann. Leider kam dann ein Punkt, wo ich es einfach nur noch als langatmig empfand und mich das Durchhalten wirklich Energie gekostet hat und ich daher auch um einiges länger gebraucht habe, als meine normale entspannte durchschnittliche Lesezeit.
Es ist schön, den Roman abzuschließen und das „mich durchbeißen“ wurde auch noch ein bisschen belohnt. Insgesamt gibt es für mich persönlich einfach einen großen Lesespaß-Punkteabzug durch das Gefühl mich aufraffen zu müssen, es zu lesen, meinerseits.