Geheimnisvoll und auch ein bisschen unheimlich

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sabinebe2018 Avatar

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Laurens Erlebnisse zeigen einmal mehr, dass eine Geburt für die Frau nicht wirklich der schönste Tag im Leben ist. Die Schilderungen der Geburt ihrer Zwillinge ist schon dramatisch. Und diese Dramatik scheint irgendwie im Laufe der Geschichte fast noch eine Steigerung zu erfahren. Aus der anfänglichen Zuneigung zu den Kindern wird Unsicherheit, die beinahe schon ein wenig in Richtung Ablehnung zu gehen scheint. Ebenso wie aus der Liebe und Vertrautheit zwischen Lauren und Patrick langsam eine Distanziertheit erwächst. Beiden steht die enge Verbindung zwischen den Zwillingen gegenüber. Im Kontrast dazu wiederum scheint der Traum von Lauren zu stehen, in dem eine Frau in trauter Einigkeit einen Vogel und eine junge Katze füttert. Irgendwann wird die Katze wahrscheinlich in ihrem Vogelgeschwister ein Beutetier sehen und es jagen, wenn nicht sogar töten.
Wenn ich mir den Klappentext und den Prolog, in dem eine Frau mit Zwillingen ins Wasser geht, dazu denke, Frage ich mich schon, ob und wie alles in Verbindung steht. Ob man in verschiedenen Schilderungen tatsächlich so etwas wie ein schlechtes Omen sehe kann. Vor allem macht mich die Geschichte mit der zweiten Frau mit den Zwillingen im Nachbarbett neugierig, die niemand gesehen hat. War es wirklich nur Laurens Phantasie, oder steckt doch mehr dahinter?
Zusammen mit dem düsteren, geheimnisvollen Cover, der wortgewaltigen Sprache und den bildhaften detaillierten Schilderungen ein Buch, das absolut neugierig macht, und das man gelesen habe möchte.