Kapital

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lizlemon Avatar

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Mit diesem Buch habe ich mich sehr schwer getan. Immer wieder habe ich es beiseite gelegt, bevor ich es in einem Kraftakt nun endlich beendet habe. Es geht in dem Buch um Personen, die mit einer bestimmten Straße in London zu tun haben, der Pepys Road. Die Leute gehören verschiedenen Gesellschaftsschichten an und wir begleiten ihren Lebensweg über ein Jahr, während es Umbrüche und Einbrüche in der Finanzwelt gibt. Gleichzeitig behandelt der Roman auch die Themen Rassismus, Einwandererpolitik und Kunst.
Um es kurz zu sagen, der Roman gefiel mir nicht. Die Personen sind viel zu zahlreich, keine Figur (mit Ausnahme des polnischen Handwerkers vielleicht) entwickelt sich weiter. Keine Person sprach mich an oder konnte mein Interesse aufrecht erhalten. Es wurden auch zu viele Themen angesprochen, aber keines davon wirklich ausgearbeitet. Zum Beispiel gibt es im Verlauf der Story um die Hilfspolizistin Quentina eine Gerichtsverhandlung. Der Autor erzählt einem daraufhin gefühlt erstmal die Lebensgeschichte der beiden infrage kommenden Richter - für nichts und wieder nichts. Die Personen werden nie wieder erwähnt.
Und dann schließlich das große Mysterium, wer verschickt die Postkarten und wer steckt hinter den Sachbeschädigungen? Die einzige Frage, weswegen ich das Buch überhaupt noch zuende lesen wollte. Die Auflösung entpuppte sich als so unspektakulär und bedeutungslos, dass ich richtiggehend enttäuscht war und mir klar war, dass ich mich umsonst durch das Buch gequält habe.
Ich werde diesen Roman nicht weiter empfehlen.