Vertretung auf Norderney

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baerbelb Avatar

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Christine, inzwischen 47 und kurz davor mit Johann zusammenzuziehen (falls er denn mal von seinem Auslandseinsatz in Schweden zurückkommen sollte) ist mit ihrer derzeitigen Gesamtsituation einfach unzufrieden. Job, Wohnung und Johann. Nichts will so recht passen. Auch, wenn sie das ihrer Familie und sich selbst gegenüber nie zugeben würde. Deshalb hat Papa Heinz ihre jüngere Schwester Ines angestiftet sie mit in den Urlaub zu nehmen.

Als sie dann jedoch ein mysteriöser Hilferuf ihrer Freundin Marleen aus Dubai ereilt, fährt sie zusammen mit Ines sofort nach Norderney und übernimmt die Führung von Marleen´s Pension. Allerdings ist nicht so ganz klar für wie lange. Und keiner soll erfahren, warum Marleen ihren Urlaub verlängert hat. Nur ihre große Hilfe

Gesa wird noch eingeweiht. Doch Christine wäre nicht Christine, wenn das Chaos nicht schon vorprogrammiert wäre.

Die größten Katastrophen lassen sich leicht benennen: Küche, Kalli, Gisbert....Papa

Kochen können beide nicht. Was sollen sie also den Pensionsgästen mit Halbpension vorsetzen?

Kalli ist Papa´s ältester Freund und durchaus fähig Papa auf die Insel zu holen. Das allerletzte was die beiden jetzt brauchen können.

Gisbert ist der Inselreporter und ständig auf der Suche nach einer sensationellen Geschicht. Auch er läßt natürlich nicht locker.

Die griesgrämige Adelheid hilft Marleen immer vormittags, Pierre (eigentlich Peter) schmeißt die Bar. Und der Hausmeister Jurek ist in Gesa verliebt.

Dann ist da noch Tom, der mit seiner Mutter in der Pension Urlaub macht und Christine´s erste große Liebe.

Als dann auch noch Mama unerwartet auftaucht und mit Kalli´s Frau das Regiment in der Küche übernimmt kann es eigentlich nicht mehr schlimmer kommen.

Oder doch???? Natürlich: Kalli läßt Papa einfahren....

 

**Mein Fazit**

Auch im 5. Teil der Christine-Reihe ist die Hauptperson liebenswert chaotisch und macht sich selbst die meisten Probleme. Viele liebgewonnene Bekannt sind wieder mit von der Partie und alles ist lebendig und realistisch erzählt – auch wie gewohnt.

Der Sterneabzug ist leider damit zu begründen, dass der 4. Teil durch Tante Inge einfach viel lustiger war.

Ansonsten läßt Dora Heldt allerdings nichts vermissen. Humorvoll wie immer. Das Gefühl, dass sich die Mitglieder der eigenen Familie gut bei Familie Schmidt einfügen würden, wird man auch nie richtig los.Ich liebe diese Reihe!

 

**Autorin**

Dora Heldt ist gebürtige Sylterin und arbeitet als Verlagsvertreterin in Hamburg.



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