Bayer

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
oller Avatar

Von

Zuallererst hat mich der süße Knirps mit den Fußball in der Hand und dem frechen Grinsen fasziniert. Als ich dann aber noch gelesen habe, dass es sich um ein Buch des Schauspielers Michael Brander handelt, war mein Interesse sofort geweckt. Brander erzählt hier anhand des jungen Paul eine Geschichte, die annähernd seiner eigenen nahekommt. Der kleine Paul wächst bei Onkel und Tante in Bayern auf, bis ihn dann seine Mutter in den Pott holte als er vier Jahre alt war. Da war alles fremd und unbekannt, doch zu seinem Stiefvater Helmut und dessen Verwandten hatte er einen guten Draht. Als er die Schule beendet hatte, wußte er nicht wohin und begann eine Lehre als Bauzeichner, doch dann mußte er zur Bundeswehr und verpflichtet sich bei den Grenzjägern. Danach führte er ein unkonventionelles Leben, arbeitete, was sich gerade anbot, wohnte in besetzten Häusern und in Wohngemeinschaften und hatte wechselnde Frauenbekanntschaften, teilweise spielte er nur aus Vergnügen auf Laienbühnen. Er lebte in den Tag hinein, hatte keine Verpflichtungen, bis er dann letztendlich als Schauspieler Erfolg hatte und immer wieder gute Rollen angeboten bekam. Seine erste Ehe scheiterte, bis er dann die Frau fand, die zu ihm paßt. Das Buch läßt sich leicht und flott lesen. Die Kapitel sind kurz und diese wieder in fünf Staffeln aufgeteilt sind. Von den 50iger Jahren der Nachkriegszeit bis weithin in die 90iger hinein begleiten wir Paul in seinem Leben und wir sehen hier, wie schnelle sich der Fortschritt in unserer Welt ausbreitet. Ein Buch, das sehr unterhaltsam ist und man über die Hintergründe und das Leben des bekannten Schauspielers erfährt.