Der Schein trügt

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Die Geschichte spielt in einem wohlhabenden Stadtviertel, den Shaker Heights, in dem auf den ersten Blick alle friedlich und geordnet zusammenleben, doch plötzlich und unerwartet, so scheint es zumindest, brennt das Haus der Familie Richardson ab.

Celeste Ng entwirft in diesem Roman zwei völlig unterschiedliche Familien, die nicht nur skizzen- und schemenhaft dargestellt werden sondern einem teilweise zum Greifen nahe sind (Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle die Frauenfiguren).
Durch die Kinder der jeweiligen Familien wird die Struktur des Zusammenlebens in beiden Haushalten durchbrochen und auf diese Weise das augenscheinlich "perfekte" oder "ideale" Miteinander hinterfragt. Nach und nach zerbricht die Vorstadtidylle und es offenbaren sich Probleme und Schwächen, die vor allem eines sind: menschlich.

Das Erzähltempo ist angenehm und ruhig, ohne dabei zu trist oder langweilig zu werden. Insgesamt sehr lesenswert.