Kuckucksmörder

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eule90 Avatar

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Im Prolog geht es um einen Mann, der auf kleinem Raum festgehalten wird und von seinem Peiniger gezwungen wird, ein Geständnis aufzuschreiben. Als dies nicht zur Zufriedenheit des Täters gelingt, wird er mit einem Hochdruckreiniger abgespritzt.
Die Polizistin Eva Flessner wird privat von der Mutter ihrer besten Freundin alarmiert. Petra sei nicht erreichbar, ob Eva nicht einmal nach ihr, ihrem Mann und ihren beiden Kindern sehen könnte. Obwohl es Eva nicht gut geht und sie in letzter Zeit zunehmend mit ihrer Gesundheit zu kämpfen hat, war sie bisher nicht beim Arzt um sich untersuchen zu lassen, sondern schiebt es auf den Stress bei der Arbeit. Nach dem Anruf von Petras Mutter macht sie sich sofort auf den Weg zum Haus der Wieses. Dort macht sie eine schreckliche Entdeckung: Petra sitzt erstochen auf dem Sofa. Ihr Mann liegt im Bett, ebenfalls tot. Er hat diverse Verletzungen und ihm wurden die Genitalien entfernt. Auch die beiden Kinder liegen tot, erstickt, in ihren Betten. Eva übergibt den Fall sofort an die Kriminalpolizei, kann es jedoch nicht lassen, als Schutzpolizistin ebenfalls Ermittlungen anzustellen.
So trifft sie in einem Einkaufszentrum auf den Security-Mitarbeiter Falk Stucke. Stucke beobachtet schon seit Jahren die Kunden des Einkaufszentrums und kann ohne weiteres Diebe von normalen Kunden unterscheiden. Er verspricht, Eva zu helfen. Was Eva nicht weiß: Durch seine Kindheit mit einem gewalttätigen Vater, hat Falk Stucke sich eines ganz besonderen Auftrags angenommen. Er beobachtet Familien, in denen die Frauen offensichtlich misshandelt werden. Seine Aufgabe ist es nun, die Männer der Frauen zu beseitigen. Bei einigen macht er dies schnell und ohne groß Aufsehen zu erregen. Dann macht er sich daran, den Mann der Familie Thom zu bestrafen. Hierzu sperrt er diesen nach langer Zeit der Beobachtung in eine Kiste und verlangt dort von ihm, dass er ein Geständnis schreibt, was er mit seiner Frau getan hat.
Gleichzeitig bringt Falk Stucke die beiden Kinder der Familie Thom auf seinem Kornboden unter, wo es ihnen an nichts fehlt, außer ihrer Mutter. Zu der versucht Stucke Vertrauen aufzubauen und lebt mit ihr weiter auf dem Hof der Thoms. Alles läuft nach Plan. Durch seinen Kontakt zu Eva Flessner, die sich beginnt in Falk Stucke zu verlieben, ist er immer auf dem Laufenden, was die Ermittlungen um den Tod der Familie Wiese angeht. Doch dann läuft alles aus dem Ruder. Eines Nachts tauchen Einbrecher auf dem Hof der Familie Thom auf. Falk Stucke muss handeln. Es gelingt ihm, die Einbrecher zu töten. Doch es kommt auch zu einem großen Vertrauensbruch gegenüber Lisa Thom, so dass er auch ihr das Leben nimmt. Dann macht er sich auf den Weg, um sich um Michael Thom zu „kümmern“. Auf seinem Hof trifft kurze Zeit nach Stucke auch Eva Flessner ein. Sie findet die Machenschaften von Stucke heraus, kann ihn jedoch nicht überwältigen, da ihre Krankheit sie in diesem Moment überwältigt.

Ich bin etwas unentschlossen, wie ich dieses Buch finden soll. Mir hat sehr gut gefallen, dass es ein Krimi ist, welcher nicht hauptsächlich von Ermittlungen um einen Mordfall handelt. Hier stehen die Tat und der Täter im Mittelpunkt. Das Empfinde ich als willkommene Abwechslung.
Nur hatte ich bis zum Ende das Gefühl, dass dder Autor in seinem Buch etwas vergessen hat. Im Klappentext wird davon gesprochen, dass Eva Flessner einen Verdacht hat, wer der Täter ist, jedoch nicht ahnt, dass auch sie von ihm beobachtet wird. Das konnte ich nun in diesem Buch nicht feststellen. Eva äußert nie einen Verdacht, sondern fährt zu Stucke, um mehr über ihn herauszufinden, da sie sich beginnt in ihn zu verlieben, sie sie selber sagt. Auf seinem Hof erfährt findet sie nur durch Zufall heraus, dass er der Täter ist. Auch hat Stucke sie nie in dem ganzen Buch beobachtet, es war immer Eva, die auf ihn zugekommen ist. Außer vielleicht am Ende, wo er ihr im Krankenhaus einen Brief zukommen lässt. Da das auf der vorletzten Seite ist, glaube ich nicht, dass das als Beobachtung gemeint war.
Das war ein ganz großes Manko, welches mir überhaupt nicht gefallen hat. Ich denke, wenn etwas in einem Klappentext beschrieben wird, dann sollte es auch in dem Buch vorkommen. Oder habe ich es überlesen?
Das Ende des Buches ist mir zu offen. Es kann natürlich sein, dass dieses offene Ende auf eine Fortsetzung hinweisen soll. Meine Meinung ist, dass man ein Buch trotz Fortsetzung rund abschließen solle. Das ist allerdings ein ganz persönliches Empfinden und soll niemanden davon abhalten, dieses Buch zu lesen.

Ich komme nach reichlicher Überlegung zu dem Schluss, dass mir dieses Buch von der Idee sehr gut gefallen hat, ich nur die Umsetzung nicht ganz optimal finde. Aufgrund der oben angesprochenen Tatsache, dass nach meinem Empfinden etwas fehlt, würde ich das Buch auch nicht weiter empfehlen.