Walcher sticht in ein Hornissennest

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monja1995 Avatar

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Klappentext:

Wo die Toten keine Ruhe finden, ist Journalist Robert Walcher oft nicht weit: Als ein Informant tot am Rande einer Schafweide aufgefunden wird, gerät Walcher unter Mordverdacht. Wusste das Opfer zu viel über die Machenschaften eines Agrarkonzerns? In einer Situation, in der Walcher dringend Freunde bräuchte, kämpft er allein – gegen maßlose Gier und tödliche Skrupellosigkeit. Wem kann Walcher noch trauen?

Mein Umriss:

Auf einer Schafweide wird ein Toter gefunden. Es ist Julian König, der Pressesprecher eines weltweit operierenden Konzerns, mit dem sich Robert Walcher treffen wollte. In Königs Jacke wird die Visitenkarte Walchers gefunden und Hundehaare an seiner Kleidung als die von Walchers Hund identifiziert. Damit ist Robert Walcher für seinen Freund Kommissar Brunner der Tatverdächtige. Als dann noch ein Biobauer, der auf rein natürlichem Weg gezogene Kräuter züchtet und verkauft, von seiner Alpe eine Steilwand hinabstürzt und kurz darauf auf seinem Hof an einen Steinkreis angebunden aufgefunden wird, zieht sich die Schlinge um Walcher immer enger, zumal er die Leiche aufgefunden hat. Und nicht nur der Biobauer, auch dessen Mitarbeiter wurde getötet. Diesen findet Walcher auf dem laufenden Trecker hinter der Scheune.
Nun beginnt Walcher auf eigene Faust zu recherchieren und sticht somit in ein Hornissennest.
Schon bald kommt er dahinter, dass der Konzern für den König tätig war, sich auf die Genmanipulation an Pflanzen spezialisiert hat und somit die Macht über die wichtigsten Lebensmittel weltweit an sich reissen will. Wie weitreichend der Konzern operiert erfährt Walcher recht schnell und ist seines Lebens nicht mehr sicher. Auch seine Familie ist bedroht. Diese jedoch hilft ihm bei seinen Nachforschungen und fördert schon bald Informationen ans Licht, die bisher vor der Öffentlichkeit verborgen blieben. Damit befindet er sich mitsamt seiner Familie in akuter Lebensgefahr….

Mein Eindruck:

Mit Lämmerweid trifft Joachim Rangnick wieder mal voll ins Schwarze. Ein aktuelles Thema in einen vor Spannung vibrierenden Allgäukrimi verwoben und trotzdem nicht an Humor sparend, packt der Autor den Leser an seiner Neugierde und peitscht ihn von Kapitel zu Kapitel. Diese Kapitel sind relativ kurz gehalten und jedes einzelne macht neugierig auf das nächste. Rangnick versteht es, den Spannungsbogen bereits am Anfang recht hoch anzusetzen und ihn permanent oben zu halten. Er vergisst aber nicht, immer wieder Spannungsspitzen zu setzen, sodass man als Leser das Buch einfach nicht mehr weglegen kann. Klasse in der Welt der Pharmazie und Forschung recherchiert und ein aktuelles Thema in eine rasante Krimihandlung verpackt.

Mein Fazit:
Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Ein Muss für jeden Krimifan.