Länger als sonst ist nicht für immer

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honigmond Avatar

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Zum Buchbeschreibung:
Sommer 1976. In Ostberlin kommt der 9-jährige Lew in eine neue Familie, nachdem seine Eltern Republikflucht begingen. In einer schwäbischen Kleinstadt wird ein Mädchen namens Ira geboren und muss lernen, dass es von der Mutter nicht geliebt wird und dem Vater nicht zu nahe kommen darf. In einem Dorf in Jugoslawien begibt sich der 4-jährige Fido mit seinem Großvater auf die Reise nach Deutschland und wird nie mehr in die Heimat zurückkehren. Lew, Ira und Fido - zu unterschiedlichen Zeiten begegnen sie einander, lieben und verlieren sich wieder, können nicht finden, wonach sie sich sehnen: einen Ort, an dem sie zu Hause sind. Erst als fast 30 Jahre nach jenem Sommer Iras Vater im Sterben liegt und Lew überraschend eine Nachricht aus Indien erhält, öffnet sich ein Weg in die Vergangenheit, der ein Ankommen "für immer" noch möglich macht.

Mein Fazit:
Ein Buch, was ich kaum aus den Händen legen konnte, obwohl ich nach der Leseprobe noch etwas skeptisch war. Doch die Erzählweise über die 3 Hauptpersonen des Buches, Ira, Fido und Lew. Jeder mit seiner eigenen Geschichte, die erzählt wird, wobei man liebevoll die Personen und ihre Denkweisen beschreibt. Ich musste einfach immer weiterlesen, da mich interessiert hat, was aus jeder der einzelnen Personen wird und was sie vielleicht miteinander zu tun haben. Gemütlich und einfach liebenswert fand ich auch den alten Großvater und Eva aus der Backstube. Die Schreibweise war flüssig und gut verständlich und liebevoll ins Detail gehend. Sehr gut fand ich auch die ungewöhnliche Aufteilung des Textes in mehrere kleinere Blöcke, was das Lesen sehr angenehm machte. Alles in allem hat mir dieses Buch sehr gut gefallen und mich auch ein wenig nachdenklich gestimmt, da es schon ein sehr ergreifendes Thema ist. Ich werde das Buch mit gutem Gewissen weiterempfehlen.