Kaninchen Kacke, Mega Möpse und Aktien Adam

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joachim samstag Avatar

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Nach ein paar Sätze ist man mitten drin in der Geschichte. Denkt man. Das stimmt wohl auch. Und auch wieder nicht.
Denn auch in Kapitel zwei und drei ist man jeweils mitten drin. Allerdings in anderen Geschichten. Die aber zusammengehören, und im Lauf des Buches mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zusammengeführt werden, denn es sind die Geschichten dreier Schwestern, die, wie man nach der Leseprobe weiß, sehr verschieden leben.
Im Kapitel über Marie ertappe ich mich dabei, darüber nachzudenken, ob ich wohl auch in eine Lebenslage kommen könnte, in der ich mir „große Titten anschaffen würde, um dann damit allein zu sein“. Die Vorstellung fällt mir dreifach schwer: als Mann, als einer, der wohl lieber nicht alleine lebt und als einer, der der künstlichen Vergrößerung und Verkleinerung von Körperteilen eher wenig abgewinnen kann.
Doch dieses Nachdenken führt mich insofern zur Buchbeschreibung zurück, als diese „Landliebe gesucht“ als Frauenbuch ausweist. Was nichts daran ändert, dass mir die Leseprobe viel Spaß gemacht hat und ich wohl auch das ganze Buch lesen würde. Zumal der schwedische Originaltitel „Brunstkalendern“ doch viel eher unisex klingt, als der in meinen Ohren verunglückte deutsche, der mutmaßen lässt, dass jemand von der verzweifelten Suche nach seinem verlorenen Fruchtjoghurt erzählt.

P.S.: Wer wissen will, woher die schönen Stabreime in meiner Überschrift kommen: Lesprobe lesen!