Anders als erwartet...

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kaktus121 Avatar

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Der Politthriller 'Leere Herzen' von Juli Zeh verlief von der Handlung her, ganz anders als in der Leseprobe erwartet.

Das Buch hat mir persönlich, nur mäßig gefallen. Man hatte die ganze Zeit über einen guten Einblick in die Gedankenwelt der Hauptprotagonistin Britta, diese hatte einen sehr pragmatischen Charakter und war sehr eigen.

Zusammen mit ihrem Geschäftspartner Babak führte Britta die Firma 'Die Brücke', die darauf aus war, Menschen mit suizidalen Gedanken herauszufiltern und in ihr Programm aufzunehmen. Die wenigen Patienten, welche letztendlich wirklich den Wunsch nach den Suizid hegten, wurden an Organisationen für einen Selbstmordanschlag vermittelt. Die Handlung überschlugt sich, als eine Gruppierung namens 'Empty Hearts' (wie im Titel 'Leere Herzen' übersetzt) auf den Plan trat und 'Die Brücke' in Schwierigkeiten brachte. Dann tauchte auch noch Julietta, welche unbedingt sterben wollte, auf und die Dinge nahmen ihren Lauf.

Die Handlung selber ist nicht sonderlich spannend und zieht sich sehr in die Länge. In den letzten 50-60 Seiten nimmt nochmal alles ein wenig Fahrt auf und es wird sehr politisch. Ab diesen Zeitpunkt habe ich persönlich noch an ein spannendes Ende geglaubt, wurde aber sehr enttäuscht. Der Schluss der Geschichte erschien in manchen Sachen sinnvoll, war aber größtenteils sehr unbefriedigend.

Der Schreibstil war sehr beschreibend und ausführlich. Einiges an Thematiken wurde im Buch behandelt und haben zum Nachdenken angeregt.

Insgesamt kann ich sagen, dass Buch ist in Ordnung, aber ein zweites Mal werde ich es nicht lesen. Meine Erwartungen wurden größtenteils nicht erfüllt.