Gähnende Langeweile

Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern Leerer Stern
jehe Avatar

Von

Der Klappentext von Patrick deWitts Roman klang verheißungsvoll, versprach er doch beste schwarzhumorige Unterhaltung. Aber bereits nach der Lektüre der ersten Seiten war klar, diese Geschichte würde eine Herausforderung werden. Denn einerseits sprach mich der Humor mitnichten an, andererseits empfand ich die handelnden Personen weder als verrückt noch als besonders interessant. Mehr noch, diese kamen dumpf, versnobt und distanziert daher. Frances Price (65) als vermögende amerikanische Witwe wirkte nach der privaten Pleite desillusioniert und ihr Sohn Malcolm (32) gab das hündische Anhängsel. Als man dann noch gemeinsam nach Paris zog und wegen des entlaufenen Katers, angeblich eine Reinkarnation des verstorbenen Ehemannes und Vaters Franklin Price, ein Panoptikum an zwielichtigen Personen bei sich einquartierte, steigerte sich wider Erwarten das Spannungslevel des Plots nicht. Vielmehr verloren sich Figuren und Plot zunehmend im alltäglichen Einerlei aus Alkohol, alten Erinnerungen und Reichenchic.

FAZIT
Ein Roman so unterhaltsam wie ein Schneckenrennen. Des Autors Humor war leider nicht meiner.