Der Geist des Großvaters

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Inhalt:
Robert Sonntag ist Sohn eines Millionärs, der Vater geschäftlich viel unterwegs. Engste und wichtigste Bezugsperson für Robert war sein Opa, der jedoch nicht mehr lebt. Der Tod des Großvaters ist ein Schock für Robert, doch er stellt fest, dass der Großvater nicht ganz verschwunden ist, sondern ihm weiterhin in Notsituationen und bei Schwierigkeiten mit Rat und Tat zur Seite steht. Eine Nahtoderfahrung lässt Robert das Licht am Ende des Tunnels finden, nach dem er sich immer wieder sehnt, wenn das Leben zu kompliziert scheint. Eines Tages wird er vom Angestellten seines Vaters entführt, es geht um eine Lösegelderpressung. Von nun an muss Robert sehr stark und mutig sein und mit Hilfe der mystischen Anwesenheit/Gegenwart seines Großvaters durchhalten, überleben und versuchen zu fliehen, bevor er möglicherweise umgebracht wird.

Meinung:
Dieses Buch ist Jugendbuch und Thriller zugleich. Der mitreißende Schreibstil nimmt einen gefangen, so dass man das Buch bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen möchte. Durch die Ich-Perspektive an der Entführung teilzunehmen, ist ein spannendes Stilmittel. Man durchleidet mit Robert die Situation und kann seine Gefühlslage realistisch nachempfinden. Das Buch wird somit zum Vermittler. Lehrt es eine schwierige Situation zu meistern, den Mut nicht zu verlieren und letztendlich Durchhaltevermögen zu zeigen. Hier kann sicherlich sowohl die Jugend von den erfahrenen Menschen lernen, als auch umgekehrt. Der Ansatz, dass auch nebenbei die Themen Nahtoderfahrung, der Tod an sich und die familiäre Trauerbewältigung eine große Rolle spielt, hat mir an diesem Buch gut gefallen. Zum Teil finde ich Roberts Dialoge jedoch nicht wirklich seinem Alter entsprechend. Diese philosophischen Ansätze passen meiner Meinung nach nicht zu einem Jugendlichen, den ich altersmäßig zwischen 12- 15Jahren einschätzen würde.

Cover und Titel:
Die Covergestaltung gefällt mir für einen Thriller sehr. Der Blick durch das Schlüsselloch, durch das fahles Licht fällt, steht wunderbar für das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels. Der Titel nimmt Bezug auf den Inhalt des Buches und erklärt sich somit beim Lesen selbst. Auch für sich genommen, zeigt der Titel einen Weg auf.

Fazit:
Das Buch bleibt aus meiner Sicht durchgehend spannend, die Erzählperspektive ist gut gewählt und es bleibt am Ende Raum für die eigene Interpretation, da das Ende halb offen ist. Eine mögliche Fortsetzung kann in Betracht gezogen werden.