Licht am Ende des Tunnels

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melenya Avatar

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Schon bei der Leseprobe hatte ich einen positiven Eindruck gewonnen, der sich mit dem Lesen des ganzen Buches nur noch verstärkte.
Der Protagonist Robert Sonntag, ein Junge, noch nicht einmal volljährig, erlebt mehrere schreckliche, noch dazu rasch aufeinander folgende Ereignisse: Sein geliebter Großvater verstirbt, dann fällt Robert, durch den Sturz vom Rücken eines Pferdes,  für lange Zeit ins Koma und schließlich, kaum genesen, wird er in ein Internat gesteckt, weil seine Eltern sich in der Zeit, in der er mit dem Tode verhandelte (das Koma), getrennt haben.
Und zu guter letzt wird Robert aus genau diesem Internat entführt, anfangs ohne sein Wissen, und in eine unbewohnte Gegend verschleppt, wo er in einer Kiste wartend mit der Seele seines Opas kommuniziert, die nur er sehen, bzw. hören kann.

Das Buch ist sehr realistisch, sehr wirklichkeitsnah und eindringlich geschrieben, man verliert sich beim Lesen in der Handlung und kann sich nur schwer losreißen, möchte am liebsten gar nicht wieder aufhören.
Auch wenn ich eigentlich eher der Fantasy-Fan bin und der einzige phantastische Punkt in dieser Geschichte die Seele des verstorbenen Großvaters war, bannte mich die Geschichte des jungen Robert.

Allein, dass am Schluss des Buches noch Fragen bleiben, irritierte und verunsicherte mich.
War der Vater des Jungen jetzt an der Entführung beteiligt?
Wer hatte Freddy erschossen, war das vielleicht sogar der Vater gewesen?
Und vor allem: Was hatte es mit den Gesprächen zwischen Robert und der Seele seines Großvaters auf sich? Gab es die Seele? Bildete er sich sie nur ein?

Man weiß es nicht.
Aber eines weiß ich: Mir hat das Buch gefallen und ich empfehle es gerne weiter.