Licht am Ende des Tunnels

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maren Avatar

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Zu seinem Großvater hat Robert immer schon ein ganz besonderes Verhältnis gehabt. Das ändert sich auch nicht nach dessen Tod, denn nun ist Opa immer und überall bei ihm, sogar schon auf der Beerdigung.
Kurz darauf hat Robert einen Reitunfall, nach dem er ins Koma fällt. Sein Opa hält ihn davon ab, zu ihm zu kommen und befiehlt ihm, ins Leben zurückzukehren.
Robert erholt sich zwar wieder, doch es hat sich einiges verändert. Seine Mutter hat einen neuen Freund, die Eltern trennen sich und Robert kommt ins Internat. Natürlich in eines der besten, denn seine Familie hat sehr viel Geld.
Eines Tages taucht dort Freddy Frambach, Verkaufsleiter in der Firma von Roberts Vater, auf und sagt Robert, dass er ihn mitnehmen wird, um ihn zu seinem Vater zu bringen, der bereits im Hotel auf ihn warte.
Arglos steigt Robert ein, doch bald schon merkt er, dass etwas nicht stimmt. Ihm wird klar, dass Freddy ihn entführen will. Eine Flucht ist unmöglich. So landet Robert in einer einsamen Hütte, eingesperrt in einer Kiste und unter ständiger Bewachung. Freddy will Geld mit der Entführung erpressen.
Die Gegenwart seines Schutzengel-Opas hilft Robert, die Nerven zu behalten. Er weiß, dass er in Lebensgefahr schwebt. Freddy ist unberechenbar, auch scheint er nicht alleine zu sein, irgendwer steckt mit ihm unter einer Decke. Doch wer? Bald kommt Robert der schreckliche Verdacht, dass sein eigener Vater die Entführung eingefädelt haben könnte, denn ihm wird klar, dass Freddy nur ein Handlanger ist.

Licht am Ende des Tunnels ist ein in einem atemberaubendem Tempo erzählter Thriller. Klaus-Peter Wolf schreibt in Ich-Form und seine Erzählstimme passt ganz wunderbar zu dem jugendlichen Protagonisten. Die Idee des verstorbenen Großvaters, der als Schutzengel Robert Beistand leistet, ist ganz wunderbar.
Sehr gestört hat mich allerdings das Ende des Buches. Es bleiben nämlich sämtliche Fragen offen. Welche Rolle Roberts Vater bei der Entführung spielte, wird nicht geklärt.
Auch wurde die Situation von Roberts Familie viel zu schnell und nebensächlich abgehandelt und auch dort enden sehr interessant begonnene Handlungsstränge plötzlich und ohne Erklärung.
Trotzdem ist das Buch eine ganz klare Leseempfehlung. Es ist geradezu atemberaubend spannend und lässt sich in einem Rutsch verschlingen.