Licht am Ende des Tunnels - ein Thriller?

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Bevor ich diese Rezension schreibe, habe ich mir meinen Leseeindrück nochmal angeschaut. Ich bin geschockt wie positiv mein Leseeindruck war und wie niederschmetternd mein Eindruck nach dem Genuß des ganzen Buches ist.

Erstens möchte ich erwähnen das Thriller, eine vollkommende falsche Betitelung des Buches ist. Es hat zwar ganz spannende Stellen, aber von einem Thriller ist es meilenweit entfernt, dafür fehl K.P. Wolf einfach das schreiberische Geschick. Die Geschichte liest sich zwar flüssig, aber sie kann einen nicht in ihrem Bann ziehen, auf jeden Fall nicht das ganze Buch über. Geschockt hat mich das Ende, da es mich ziemlich unbefriedigt zurückgelassen hat. Was ist nun mit Robert und der Verbindung zu seinem Opa? Hat er sich das nur eingebildet? Und was war eigentlich der Plott der Entführung? Dem Leser wird am Ende nichts enthüllt, er wird verwirrt zurückgelassen mit vielen offenen Fragen.

Das schönste an diesem Buch war noch der Pfefferminzgeruch der Bonbons, die Robert an seinen verstorbenen Opa erinnern. Hier hat K.P. Wolf ein schönes Bild erschaffen, was sich dem Leser auch einprägt und gut nachzuvollziehen ist.

Im Großem und Ganzen hat mich das Buch aber eher enttäuscht. Das Potenzial der Geschichte hätte mehr ausgeschöpft werden können. Ein verständlicheres Ende hätte bestimmt dazu beigetragen.