Licht und Opa am Ende des Tunnels

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karin1970 Avatar

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Habe mir das Buch von einer lieben Tauschpartnerin ertauscht.

 

Es ist schon fast ein Wunder das der Autor es schafft auf nur 182 Seiten einen solchen einfühlsamen und spannenden Roman zu schreiben. Ein Jugendroman aus einer Mischung von Psychothriller mit mystischen Ansätzen, Krimi und ein Buch übers erwachsen werden.

Viele kleine Botschaften wurden vom Autor verstreut, so z.B. „Kämpfe und lass dich nicht unterkriegen“, oder „Lach dem Leben ins Gesicht und wenn es dich beutelt, dann lache es aus.“

 

Die Schrift ist in einer sehr angenehmen Größe gehalten, die es auch Kindern und Jugendlichen leichter macht in die Welt der Romane einzusteigen. Für mich war es ein sehr schönes Leseerlebnis, mal in größerer Schrift zu lesen. Das zweite Wunder ist, dass der Roman auch ohne jegliche Illustrationen auskommt und die Geschichte zu unterstützen. Die schafft der Autor allein durch sein schreiberischen Talent, Menschen in einem leichten und flüssigen Schreibstil in seinen Bahn zu ziehen. Hier wurde kein einziges Wort verschwendet.

Der Autor selbst erzählt, dass er schon seit seiner frühesten Jugend detektivisch tätig war. Kein Wunder also das er sich Jugendbüchern mit kriminalistischen Hintergrund verschrieben hat. Und man nimmt ihm ohne zu zögern den erst 11jährigen dann 14jährigen Robert ab, von dem diese Geschichte erzählt wird.

Der Titel bezieht sich auf das Nahtoderlebnis, welches Robert bei einem Reitunfall hatte. Er lag 196 Tage im Koma. In dieser Zeit sah er ein Licht am ende eines Tunnels zu dem er unbedingt gelangen wollte. Sein geliebter Opa aber hielt ihn davon ab.

Roberts Opa war erst vor kurzer Zeit verstorben, aber schon bei der Beerdigung hatte Robert das Gefühl das sein Opa ihn nicht verlassen hatte, er konnte ihn hören und somit die Beerdigung besser überstehen.

Als Robert nach dem Koma vom Krankenhaus entlassen wird ist nichts mehr so wie es war, seine Eltern haben sich getrennt und sein Vater lebt in Amerika. Das wird aber nicht weiter vom Auto ausgearbeitet, Robert hatte nie ein enges Verhältnis zu seinen Eltern. Dafür ein umso stärkeres zu seinem Opa, das über den Tod hinaus bestand hatte.

Es dauert nicht lange und seine Mutter lernt einen neuen Mann kennen, noch bevor er ihn kennenlernen kann wird er in ein Internat abgeschoben. Wo er auch schon bald die Ferien verbringen soll, anstatt nach Hause zu fahren.

Als Robert kurz vor den Ferien seine Sportstunde schwänzt, kommt ein Mitarbeiter seines Vaters um ihn abzuholen. „Freddy“, der Mitarbeiter soll ihn in die Schweiz bringen wo sein Vater angeblich schon auf ihn wartet.

Ab dem Zeitpunkt als er ins Auto stieg wusste er das es ein Fehler war und ein erbitterter Kampf ums überleben beginnt. Robert wird entführt und in einer Kiste gefangen gehalten. Manchmal wenn es ganz schlimm wird und er seinen Opa nicht mehr spürt kann er schon wieder das Licht am Ende des Tunnels sehen, aber sein Opa lässt ihn nicht im stich.

 

Natürlich möchte ich euch nicht den Showdown verraten und höre deshalb an dieser Stelle auf.

Ich wünsche allen viel Spaß bei diesem Leseerlebnis.

 

Das Buch ist mit seinem kleinen Preis und großem Inhalt ein wahres Schnäpchen. Die Aufmachung ist die eines gebundenen Buches, aber der Preis ist der eines Taschenbuches. Dafür nochmal einen Stern mehr.

 

Beste Grüße Karin Du kannst dein Leben an der Anzahl der Szenen messen, die du überlebt hast, oder an den Minuten die du darin festgesessen hast. Jodi Picoult (19 Minuten) http://fiedlers-ground.de/gelesenes/index.htm http://bestseller.blog.de