Liebe ist nichts für Feiglinge

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storm0788 Avatar

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Von Liebe ist nichts für Feiglinge erwartet man einen Roman, der sich mir der Frage beschäftigt, wie man den richtigen Mann fürs Leben findet. Ich bin mir nicht sicher, ob die Erwartungen erfüllt werden konnten. Nach dem Tod ihres Großvaters verbringt Kristine sehr viel Zeit mit ihrer Großmutter. Von Ihr lernt sie viel über das Leben. Über Beziehungen, Männer und Frauen, wie die Geschlechter heute miteinander umgehen und wie es früher war.
War es früher besser? Nicht unbedingt. War es einfacher den richtigen Mann zu finden? Auch nicht. Weiß Kristines Großmutter ein Geheimrezept um den RICHTIGEN zu finden? Ich glaube, Sie hatte einfach das Glück einen Mann kennen zu lernen, dessen Ziele mit ihren eigenen nicht in Konkurrenz lagen.
Nicht einander ansehen, sondern gemeinsam in die gleiche Richtig blicken. Ich glaube, das ist eines der Geheimnisse, die Kristines Großmutter versucht ihr mitzugeben. Man muss einfach jemanden finden, mit dem man es 60 Jahre gemeinsam aushält und dann muss man daran arbeiten, dass das Ziel immer das gleiche bleibt.
Ein weiterer wichtiger Satz von Kristines Oma war glaube ich: "Vergiss nie, dass du der Hauptgewinn bist!" Ein Großteil der Frauen sucht nach einem Mann, der ihnen sagt, wie toll und hübsch sie sind. Man muss erst einmal selber aus tiefem Herzen davon überzeugt sein, dass man es Wert ist, von einem Mann geliebt zu werden.
Alles in Allem hat mir der Roman sehr gut gefallen. Kristines Großmutter war eine sehr kluge Frau und man bekommt wirklich viele wichtige Ratschläge mit auf den Weg, aber sie gibt auch zu, dass es vielleicht Dinge gäbe, die sie gerne anders gemacht hätte.
Der Roman liest sich wie ein Tagebuch. Man hat wirklich das Gefühl Tag für Tag mit Kristine zu verbringen. Das macht das ganze realer, aber nicht jeder Tag kann etwas besonderes sein und es dauert wirklich lange, bis Kristine sich endlich dessen bewusst ist, dass sie Chris liebt. Diese Phase war bisweilen etwas langwierig zu verfolgen. Und Chris ist wohl auch wirklich ein schwieriger Fall von Mann. Ich denke ja auch, dass es wichtig ist, dass man sich nicht Kopflos in eine Beziehung stürzt und dass Freundschaft sehr wichtig ist, aber wie schwierig ist es denn irgendwann endlich einmal seiner Liebsten zu sagen, dass man sie liebt. Zumal er es ihr auch nicht zeigt. Er verlässt sich immer auf sie, braucht sie immer bei sich, aber man hat wirklich fast schon das Gefühl er nutzt sie aus. Einladungen schlägt er aus, erfindet Entschuldigungen. Das ist doch so wirklich nicht einfach. Vielleicht ist es genau das, was Kristines Großmutter versucht zu vermitteln. Als Frau braucht man einen wirklich langen Atem und muss quasi permanent auch seinen Mann warten. Vielleicht sind die Frauen der heutigen Generation zu ungeduldig.
Also das zu lesen war teilweise etwas frustrierend. Aber der Roman ist wirklich sehr einfühlsam und flüssig geschrieben und daher würde ich ihn jeder Zeit weiter empfehlen.