Liebe ist nichts für Feiglinge - man muss auch geben ???

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moneypenny Avatar

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Kristine Gasbarre - Liebe ist nichts für Feiglinge ist ein persönliches Buch über ihre Suche nach dem richtigen Mann.

Die Geschichte ist auf jeden Fall sehr persönlich Kristine Gasbarre schreibt ihre eigene Geschichte, von der Liebe ihrer Grosseltern und ihrer Liebe und Familienbande.
Zwischen den Zeilen kann man lesen und spüren, dass es nicht bloss eine Geschichte ist, sondern Gefühl. Zumindest auf den ersten Seiten.

Krissy hat ihre Wurzeln in Italien, lebt aber in New York, ein Leben auf der Überholspur und Oberflächlichkeit. Dementsprechend klappt es auch nicht mit ihren Beziehungen, die Männer die sie kennenlernt sind immer nur auf Geld und Sex aus - aber wirkliche Liebe geben und nehmen, das möchte keiner. Zumindest findet Krissy das nicht. Kurzentschlossen entscheidet sie sich kurz vor dem Tod ihres Großvaters nach Italien zu gehen und schon mal einen ersten Schritt in die Veränderung zu wagen. Aber letztlich gelingt ihr eine wirkliche Veränderung wohl erst, als sie am Sterbebett ihres Grossvaters die wirkliche Liebe ihrer Grosseltern erfährt.

Nach diesen Seiten hatte ich einfach sehr hohe Erwartungen an den Rest des Buches. Aber ich war einfach enttäuscht. Es geht um die Liebe, aber auch sehr stark um die Beziehung zu ihrer Großmutter und wie sie sich nach dem Tod des Grossvaters um die Großmutter kümmert.
Mit der Liebe klappt es weiterhin nicht.
Sie wird von Mutter und Mutters Freundeskreis mehr oder weniger verkuppelt. Jedoch hat der schöne Arzt alles andere im Kopf als Frauen und Krissy und gibt ihr nicht das, was Krissy sucht.
Dann stürzt sie sich in die nächste Beziehung zu einem jungen Mann, der noch gar nicht weiss was er vom Leben will, der viel jünger ist als sie und dort muss sie auch erst einmal erkennen, dass es nicht der richtige ist.

Aber hier schreibt sie weniger von ihrer Beziehung, umso mehr von Gesprächen und dem gesundheitlichen Zustand der Großmutter.

Es ist ihre Geschichte, daher möchte ich an der Geschichte selbst nicht herummäkeln. Es ist nur einfach nicht das, was ich gerne gelesen hätte. Zumindest unter diesem Titel, mit dem Klappentext und mit dem Anfang.
Man erwartet einfach keine Erzählung und ewigen Gespräche mit Oma, wie sie Oma zum Arzt fährt und mit Oma in die Kirche geht und über alles Mögliche, nur ab und an mal über die Liebe. Ich habe da viel Tiefgreifendes erwartet.

Ich wurde später mit Krissy und ihrer Vorstellung einer Beziehung nicht ganz warm. Die Vorstellung weicht meiner Vorstellung einer heutigen Beziehung, dass Mann und Frau gleichermaßen geben und nehmen müssen, vollkommen ab.
Aber vielleicht habe ich das Buch auch nicht verstanden.
Daher kann ich auch nicht sagen, wem ich das Buch empfehlen würde.