Urlaubslektüre

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mimi19 Avatar

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"Wie geht es Ihnen?", fragte Lisa und klang dabei auch ziemlich besorgt.
"Bestens. Danke für die Grenzerfahrung. Ich wollte schon immer mal wissen, ob man tatsächlich Licht am Ende des Tunnels sieht, wenn man dabei ist zu krepieren."
S. 140

Die 58-jährige Lisa ist gerade dabei, ein letztes Sommerkleid für ihren alljährlichen Urlaub zu packen, als ihr Lover per SMS Schluss macht. Tief getroffen flüchtet Lisa dennoch nach Marabella in ihr Haus, in dem sie lebenslängliches Wohnrecht im Erdgeschoss hat. Doch diesmal ist alles anders. Der Sohn ihres Ex-Mannes hat es sich in den Kopf gesetzt, genau dieses Haus zu kaufen und macht Lisa das Leben zur Hölle. Er setzt ihr einen Penner und eine Domina ins Haus, die Lisa entgültig vertreiben sollen...

Von Tessa Henning kannte ich bisher nur "Elli gibt den Löffel ab", welches ich nach wenigen Seiten bereits abbrach. Bei "Lisa geht zum Teufel" bewies ich allerdings mehr Durchhaltevermögen und wurde dafür belohnt. Liebevoll gezeichnete, außergewöhnliche Charaktere gestalteten das Buch zu einer heiteren Urlaubslektüre, dessen wunderschön beschriebene Landschaft einen schönen Rahmen bildete. Dennoch hatte auch dieses Buch einige Schwachstellen, die heftigste meiner Meinung nach fehlende Spannung. Oftmals war es wirklich eine Qual jetzt weiterzulesen, obwohl es im nächsten Moment schon wieder lustig wurde.

Mein Fazit:
Ein heiteres, schönes Buch für nette Stunden - aber kein absoluter Muss.