Liselotte, Fräulein Nowak und der Grieche

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Nach der Leseprobe und dem lustigen Cover, habe ich mich auf ein sehr humorvolles Buch eingestellt. Diesbezüglich habe ich mich allerdings täuschen lassen. Stellenweise war der Roman zwar humorvoll, aber in erster Linie ging es hier eher um die menschliche Seite.

Nach dem Tod ihres Mannes Franz Ferdinand ist Liselotte Günter auf sich allein gestellt und es stellt sich heraus, dass sie doch sehr hilflos ist. Dinge wie einkaufen, den Haushalt führen und andere Dinge des normalen Alltags überfordern sie schlichtweg. In ihrer neuen Untermieterin, der Studentin Barbara Nowak, findet sie nicht nur diesbezüglich Hilfe, sondern bekommt auch noch eine gute Freundin dazu. Die beiden Frauen ergänzen sich sehr gut, denn auch Barbara ist nicht ganz frei von privaten Problemen. Sie ist schwanger und hat den Kindsvater nur ein einziges Mal getroffen. Als die Geldsorgen der beiden Frauen immer mehr zunehmen, muss noch ein Untermieter her und der Zufall bringt ihnen den griechischen Finanzexperten Dimitrios Galanis ins Haus ..

Auch wenn ich mir unter diesem Roman etwas anderes vorgestellt habe, so wurde ich dennoch nicht enttäuscht, sondern mit einer sehr herzerwärmenden Geschichte belohnt. Die Charaktere sind mit allen Ecken und Kanten augestattet und wirken einfach nur sympathisch. Eigentlich hätte diese Art von Roman eher zu einer Frau gepasst und ich muss zugeben, dass ich doch sehr überrascht war, dass "Liselotte, Fräulein Nowak und der Grieche" von einem Mann stammt. Kurzweilige Unterhaltung ist garantiert und ich habe einige vergnügliche Stunden mit dem Buch verbracht. Ich kann es ruhigen Gewissens weiterempfehlen und vergebe fünf Sterne.