Ein tolles Buch

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
hatifa Avatar

Von

Marie Curie ist nicht nur die erste Frau, welche einen Nobelpreis gewann, sie ist auch noch die einzige Frau, die diesen Preis zweimal erhielt. Viel mehr wusste ich bisher nicht über diese außergewöhnliche Frau. Umso gespannter war ich auf dieses Buch.
Mir gefällt es immer sehr gut, wenn Tatsachen sehr interessant in einen Roman gepackt werden. Und genau das ist Susanna Leonard sehr gut gelungen.

Die Geschichte beginnt 1826 in Paris. Hier treffen wir Marie Curie auf dem Friedhof am Grab ihres Mannes Piere Curie. Dort erzählt sie einer ihrer Studentinnen aus der Vergangenheit - über die schwierige und zum Teil traurige Kindheit im russisch besetzten Polen. Wie undenkbar es war, als Frau studieren zu können, egal wie begabt man ist. Und wie sie einen Pakt mit ihrer Schwester schließt, um doch beiden das Studium an der Sorbonne in Paris zu ermöglichen.

Doch der Kampf ist auch dann noch lange nicht zu Ende. Als Frau hat sie so gut wie keine Chance, in der Wissenschaft ernst genommen zu werden. Sie wird im besten Fall belächelt, als kleine Assistentin ihres Mannes dargestellt und trotz ihrer bahnbrechenden Entdeckung der Radioaktivität um den Großteil der Anerkennung betrogen. Doch Marie gibt nicht auf und bleibt bis zu ihrem Tod ihrem Weg und der Wissenschaft treu.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, so dass mich das Buch sofort in seinen Bann gezogen hat. Am liebsten hätte ich die ganze Nacht durchgelesen. Auch die Ausflüge in die Wissenschaft waren für mich gut verständlich und überhaupt nicht langweilig.
Ein bisschen schade fand ich, dass das Buch ein wenig plötzlich geendet hat. Die letzten Jahre von Marie Currie werden nur sehr kurz zusammengefasst. Das hätte ich mir noch etwas ausführlicher gewünscht.

Trotzdem bin ich von dem Buch begeistert und kann es nur empfehlen.