Die rote Burg

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hatschepsut Avatar

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Mir gefällt schon das Cover, daß den Protagonisten Martin Forster zeigt und die rote Burg im Hintergrund. Die Story spielt sich in den 20er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts in Berlin ab und gibt nette Einblicke in die damaligen Stadtverhältnisse und die Menschen in Berlin. Die Story ist ein netter Krimi, der sich gut und schnell lesen läßt, allerdings ohne erhebliche Höhen oder Tiefen. Es ist einfach schön einen Fall mitzuerleben, der mit guter alter Polizeiarbeit gelöst wird, ohne die ganzen Hilfsmittel, die wir in der heutigen Zeit zur Verfügung haben.
Martin Forster ist Kriminalkommissar in Berlin und arbeitet in der roten Burg, als er einen Fall übertragen bekommt, bei dem es einen Toten in einem Löwenkäfig des Zirkus gegeben hat. Alle Beteiligten dort bestreiten ihre Täterschaft, sagen allerdings aus, daß es sich um einen Mord handeln muß. Der Löwe wird üblicherweise nur alle drei Tage gefüttert und bei Entdeckung wäre der Fütterungstermin gewesen. Deswegen hat sich der Löwe sofort auf sein Opfer gestürtzt, als er in den Käfig kam.
Martin findet an der Kleidung einen Holzsplitter, den er einer bestimmten Kneipe zuordnen kann und er macht sich auf den Weg dorthin. Nachdem er sich einige Zeit dort aufgehalten hat und ein Gespräch mit den Kneipenbesuchern angefangen hat, merkt er, daß er so nicht weiter kommt. Draußen spricht ihn eine Prostituierte an und verspricht ihm, wenn sie ihre Papiere wieder bekommt, dann würde sie ihm sagen, um wen es sich bei dem Toten handelt und wo er wohnhaft war.
Bei seinen Ermittlungen gerät er immer weiter ins Rotlichtmilleu hinein und es fängt an gefährlich für ihn zu werden. Aber er gibt nicht auf, selbst als ihn sein Chef von dem Fall abzieht und einen neuen Fall zuweist und letztendlich wird er für seinen guten Riecher belohnt.
Ich kann mir vorstellen, daß die beiden anderen Bücher der Triologie genauso gute Krimis sind wie der erste Teil und man kann Martin Forster bei seinem Werdegang begleiten.