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hatschepsut Avatar

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Schon bei dem Cover kann man erahnen, daß es ich um etwas mit dem Gehirn handelt. Es ist ein menschliches Gehirn abgebildet, in verschiedenen Farben, so daß der Eindruck von Hirnaktivität entsteht. Der Klappentext verrät schon sehr viel und trotzdem behält das Buch seine Spannung, weil man endlich wissen will, was denn genau geschehen ist. Die Story ist aus der Sicht der Protagonistin Nathalie geschrieben und so erlebt man alles hautnah, mit sämtlichen Gefühlsschwankungen und den einzigen Gedanken ums Überleben. Das Buch ist als Jugendbuch deklariert, kann aber auch gut als Erwachsenenliteratur durchgehen. Der Inhalt ist Fiktion, aber man kann sich durchaus vorstellen, daß es auch Realität sein könnte und das Wissenschaftler tatsächlich an so einer Droge arbeiten. Das Ende ist für mich ok, läßt aber noch Platz für eine Fortsetzung.
Nathalie ist ein intelligentes junges Mädchen von dreizehn Jahren, die aus Spaß an einem IQ-Test mitmacht. Sie ahnt nicht, daß die eine Firma der ganz besonderen Art dahinter steckt, die sie nun auf sich aufmerksam gemacht hat. Als sie in einem Jugendcamp ist, wird sie plötzlich entführt. Mit ihr verschwindet ein anderer Junge namen Niklas. Als Nathalie wieder vollständig erwacht, befindet sie sich in einem gekachelten weißen Raum mit einer Pritsche und einer kleinen, nicht nennenswerten Badeinheit. Sie trägt einen verwaschenen Schlafanzug und fühlt sich benommen. Dann taucht Sophia auf, die Ärztin und versucht ihr einzureden, daß sie an einer schlimmen Krankheit erkrankt sei und sie Glück habe dort zu sein. Nathalie glaubt ihr kein Wort und versucht sich erst noch gegen ihre Entführer und ihre Situation zu wehren, bis sie merkt, daß es schlimme Konsequanzen für sie hat. Dann beschließt sie nur eines im Kopf zu haben...zu überleben.
Immer wieder muß sie bestimmte Tests machen, wird unter Drogen gesetzt und man versucht ihr eine neue Vergangenheit einzutrichtern, in dem Niklas ihr Bruder ist und sie andere Eltern hat. Sie versucht sich an der Realität festzuklammern und so gelingt es ihr ihre Eltern und Schwester nicht zu vergessen.
Nach einem gescheiterten Fluchtversuch, der massiv und dramatisch bestraft wurde, kann sie auf einmal nichts mehr sehen. Sie hat sich die Codes gemerkt, die die Türen nach draußen öffnen und sie macht sich auf den Weg, um Hilfe zu bekommen. Sie platzt mitten in eine Feier, bei der die "Familie" zugegen ist. Sie bekommt wider Erwarten Hilfe und wird von einem Familienmitglied, Elena, aufgenommen und muß nun nicht mehr im Keller in der Zelle wohnen. Ihr Training geht allerdings weiter und die Familie macht ihr deutlich, daß sie auch jetzt besser kooperativ bleibt. Sie fühlt sich bei Elena und ihrem Mann Thomas wohl, auch wenn sie immer wieder mit Romina, ihrer Trainerin mit nach Hause muß.
So langsam kommt sie hinter das Geheimnis um die Familie und die Firma Personal Mail. Sie ist eines der "Wunderkinder" mit einer speziellen Begabung. Sie kann sich Bilder merken und sie dann zu gegebenen Zeitpunkt detailgetreu zeichnen. Das macht sie nun nur Zeilscheibe, denn sie hat etwas gesehen, daß sie nicht sehen durfte. Ab jetzt wird Jagt auf sie gemacht und so kommt sie wieder zu ihrer eigentlichen Familie, um aus der Schußlinie zu sein. Aber dort offenbaren sich ganz andere Probleme...