Casanovaundamore

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baerbelb Avatar

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Kurzer Inhaltsabriss:
Opa Johann ist verwitwet und lebt mit der Familie seines Sohnes unter einem Dach. Seine Enkelin Lucie hat ihn auf Facebook angemeldet und da erhält er auch glatt eine Freundschaftsanfrage von der jungen Emilia. Und ebendiese Emilia steht eines Tages unangemeldet vor der Familientür und behauptet, seine Enkelin zu sein. Angeblich hatte Opa in jungen Jahre bei einer Italienreise ein amouröses Abenteuer mit ihrer Großmutter. Doch an DIESE Italienerin kann sich Opa anfangs überhaupt nicht erinnern...
Und ihre Mutter – also seine bislang unbekannte Tochter Franca – will auch nichts von ihm wissen.

Mit diesen Behauptungen stellt Emilia das Familienleben natürlich ordentlich auf den Kopf. Allein ein Foto ihrer Mutter beweist die Vaterschaft: so ähnlich können sich nur Vater und Tochter sehen.

Opa beschließt daraufhin kurzerhand einen Venedigurlaub, um seine neue Tochter kennen zu lernen.
Natürlich ist er froh, als sich seine Schwiegertochter Astrid und Enkelin Lucie entscheiden, ihn als psychologische Unterstützung zu begleiten.

Durch einen geschickten Schachzug von Opa landen alle drei in einem Italienischkurs mit keiner geringeren als Franca als Lehrerin...so müsste man – laut Opa – sie überzeugen können, dass er eigentlich ein ganz netter Kerl ist.

Lucie verliebt sich nebenbei auch noch in Pawel, einen anderen Kursteilnehmer, den sie in ein paar Monaten – zu Astrid´s Entsetzen – auf eine monatelange Indienreise begleiten will. Dabei ist Astrid auch noch damit beschäftigt, den netten Theo auf Distanz zu halten. Was denkt der sich eigentlich? Wo sie doch mit Thomas verheiratet ist, der aber den eigenen Erotikladen hüten muss....

Eindrücke beim Lesen
Der Schreibstil ist locker und daher sehr angenehm zu lesen. Die Geschichte um die drei ist nett ausgedacht. Und irgendwie fiebert man schon mit allen Dreien mit, obwohl das Ende eigentlich klar ist.
Lucie, die sich mit ihren jungen Jahren so spontan verliebt und trotzdem genug Zeit für Opa´s Probleme aufbringt. Astrid, die ihren Mann vermisst, und sich immer um die ganze Familie Sorgen macht.
Und man hat auch immer wieder das Gefühl, dass das alles auch in der eigenen Familie passieren könnte.

Fazit
Der Roman lässt sich schön flüssig und angenehm lesen, enthält aber keine wirklichen Spannungsmomente oder besonderen Überraschungen. Alles ist sehr vorhersehbar und irgendwo schon einmal da gewesen.
Als Sommer-/Herbstlektüre mit genügend Schmunzlern versehen durchaus gut zum Entspannen lesbar, muss aber nicht unbedingt in jedem Bücherschrank stehen....
Eben ein nettes Buch zum Zeitvertreib.