MIt Tante Otti auf der Insel

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Jule hat ihr Studium abgebrochen, jobbt nun bis zu 70 Stunden die Woche in einem Drogeriemarkt und gerät ständig in Konfklikt mit ihrem Vorgesetzten. Die betagte Ottilie wohnt mit ihrer Freundin Hilde zusammen und auch diese beiden Damen geraten öfters in Konflikte, sei es wegen der Hausarbeit oder wegen eines Urlaubsziels. Ottilie lädt Jule, die sie aus dem Drogeriemarkt kennt, spontan zu einem Urlaub auf Gran Canaria ein und Jule nimmt diese Einladung an.
Bereits beim ersten Treffen mit Otti im Schwimmbad kommen Jule jedoch Bedenken, ob ihre Entscheidung richtig war, denn sie findet die extrovertierte ältere Dame furchtbar peinlich.
Da sie aber von Otti für die Reisebegleitung bezahlt wird, fliegt sie mit ihr nach Gran Canaria und es werden 2 sehr anstrengende Wochen für Jule.
Jules Traum von einem Urlaub, in dem man lange ausschlafen und abends Party machen kann, zerplatzt wie eine Seifenblase und Ottis Vergeßlichkeit strapazieren ihre Nerven.
Aber trotz allem empfinden beide Damen doch sehr viel Sympathie für einander.
Zurück aus dem Urlaub nimmt Jule sogar den Job als Gesellschafterin bei Otti an. So erfährt sie immer mehr über die alte Dame: ihre Freundin Hilde ist aus der Wohnung ausgezogen, zu ihrem Sohn Karl-Heinz hat sie keinen Kontakt mehr und nebenan wohnt der hilfsbereite, gutaussehende Marc.
Jule begleitet Otti und Hildchen zu einem Versöhnungsurlaub in die Berge. Dort kommt es zu einem Streit zwischen den beiden älteren Damen und Otti gesteht Jule, daß sie und Hildchen ein Paar sind und aus diesem Grund hat Karl-Heinz den Kontakt zu seiner Mutter abgebrochen.
Otti ruft Marc an und bittet ihn, sie vorzeitig aus dem Urlaub abzuholen.
Bis Marc den Urlaubsort erreicht, haben sich Otti und Hildchen wieder versöhnt. Marc verbringt die restlichen Urlaubstage mit den drei Frauen und beginnt eine Beziehung mit Jule.
Zurück aus dem Urlaub kommt es in vielerlei Hinsicht zu einem Happy-End: Marc und Jule sind ein Liebespaar, Otti und Hildchen ziehen wieder zusammen, ein Besuch in einer Gedächtnisambulanz bestätigt Otti, daß sie nicht an Demenz leidet und zu guter Letzt versöhnt sich Otti mit Karl-Heinz und lernt sogar ihren Enkel kennen.

Dies war mein erstes Buch, daß ich von der Autorin Gabi Breuer gelesen habe und es hat die 5 Sterne, die ich bei meinem "Leseeindruck" vergeben habe, verdient.
Es ist leicht und flüssig zu lesen und ich mußte sehr oft schmunzeln. Man kann sich in die Personen und Situationen richtig hineinversetzen.
Aber es stimmt auch etwas nachdenklich, denn es werden Themen wie Toleranz zwischen alt und jung, Mutter-Sohn-Konflikt, Demenz und Homosexualität angerissen, ohne daß die Autorin uns belehren sondern gut unterhalten möchte.