Ich bin kein Mörder

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monja1995 Avatar

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Mein Umriss:

Im Oktober erhält Fiona die Nachricht über den Tod ihres Vaters. Mit ihm hat sie schon früh gebrochen. Als Fiona sieben Jahre alt war, wurde sie Zeugin seiner Verhaftung. Als sie ihn gegen die Polizisten verteidigen wollte, versprach er, bald wieder da zu sein. Er hielt jedoch sein Wort nicht. Verurteilt zu 15 Jahren, sah sie ihn nicht mehr. Nach seiner Haftentlassung wollte er mit ihr über das Geschehene sprechen, Fiona wollte aber nichts mehr von ihm wissen.
Aufgrund erdrückender Indizien wurde er wegen Mordes an seiner Geliebten Julia verurteilt. Kurz nach dem Urteilsspruch verunglückte seine Frau Lydia tödlich und somit wurde Fiona von Onkel und Tante groß gezogen.
In der Schule und von Freundinnen wurde sie seitdem nur noch als Mörderkind betitelt, obwohl sie nie genau wußte, warum sie das taten.
Nie wieder wollte sie mit ihrem Vater etwas zu tun haben. Auch nicht nach dessen Tod. Als ihr jedoch der Rettungssanitäter in dessen Armen ihr Vater starb, dessen letzte Worte mitteilte, begann Julia an den Geschichten über ihren Vater und an dem Urteilsspruch zu zweifeln und macht sich auf die Suche von Zeugen und Unterlagen, um den Beweis seiner Unschuld anzutreten…

Mein Eindruck:

Inge Löhnig stößt den Leser gleich zu Beginn ins Geschehen und stellt ihn vor vollendete Tatsachen. Erst langsam löst sie die sich nun stellenden Rätsel um Fiona, ihren Vater und dessen Familie, sowie die Machenschaften anderer in den Fall verwickelter Personen. Sie stellt die Recherche der jungen Frau sehr realistisch und nachvollziehbar dar, auch wenn die Sache mit der Gerichtsmedizin nicht ganz so ohne weiteres nachvollziehbar ist. Die Verwicklungen innerhalb Fionas Familie sind sicherlich leicht nachvollziehbar. Insbesondere wenn es sich um eine Familie dieses Standes handelt. Ebenso, dass es auch da ein schwarzes Schaf gibt, ist absolut nicht verwunderlich.
Durch die in sich schlüssige und jederzeit nachvollziehbare Schreibweise, liest sich dieses Buch sehr flüssig, ohne jemals in Langeweile abzudriften. Auch die eingearbeiteten Zeitsprünge sind so gesetzt, dass der Leser nicht verwirrt wird, sondern diese sogar braucht, um die Informationen zu bekommen, die zum Verständnis der Abläufe notwendig sind. Sogar die Frage, warum sich Fionas Vater Ben nicht wehrte, wird zum Thema. Ein aufmerksamer Leser wäre über kurz oder lang sicherlich darüber gestolpert, aber dieser wichtige Punkt wird von der Autorin schlüssig geklärt. Es kommt zwar zum Ende hin nicht zum großen Showdown, sondern eher zu einem vorhersehbaren Abschluss. Dies mindert aber in keiner Weise den Lesegenuss.

Mein Fazit:

Ein Kriminalroman, der begeistert