Geniale Vortsetzung

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
happy booktime Avatar

Von

Klappentext

Schlaflos in Bluehaven. Fayes Albtraum geht weiter: Ihre Schlaflosigkeit hat ihr schon immer das Gefühl gegeben, anders zu sein. Doch jetzt schwebt Faye in höchster Gefahr. Wichtige Akten sind plötzlich verschwunden. Das Haus der verrückten Missy wird in Brand gesteckt. Und dann bescheinigt Tante Liz Faye auch noch, dass sie an derselben Störung leidet, die schon beim mysteriösen Tod von Zoey Fuller und Fabiana Nunez eine Rolle gespielt hat. Hat der gut aussehende Luke recht, wenn er behauptet, dass der Monday Club hinter allem steckt? Verzweifelt kämpft Faye um die Wahrheit, die nicht nur ihr Leben bedroht. Der zweiter Band der Trilogie "Monday Club" von Krystyna Kuhn.



Meine Meinung

Der zweite Teil der Monday Club Reihe beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung vom ersten Band, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, da ich diesen schon vor einer Weile fertig gelesen hatte. Die Erinnerungen an die Geschichte kommen wieder richtig hoch und sobald man nach ein paar Seiten in das aktuelle Geschehen einsteigt ist man wieder voll dabei und kann von Anfang an mitfiebern. Der typische „ach ja, so war das ja“-Moment entfällt hier völlig und ist ein Vorteil, besonders für Vielleser wie mich, die manchmal eine kleine gedankliche Auffrischung benötigen.

Bis auf wenige Ausnahmen wird die Geschichte aus der Sicht von Faye erzählt. Eine Jugendliche, die Leser des ersten Bandes schon gut kennen. Deutlich zu merken ist ihre charakterliche Entwicklung, die nach allem, was ihr passiert nicht überraschend ist, für mein Empfinden aber sehr natürlich rüber kommt. Faye wächst an dem, was in ihrer Umgebung passiert und reagiert sehr authentisch. Ihre, sowie die Handlungen der anderen Charaktere die von Krystyna Kuhn erschaffen wurden sind nachvollziehbar und es entwickelt sich ein schlüssiges Gesamtbild, was dafür sorgt, das man sich emotional auf die Personen einlässt und mit ihnen mitfühlt.

Sprachlich bewegen wir uns mit „Monday Club – Der zweite Verrat“ im genretypischen Jugendbuch-Bereich. Das Buch liest sich sehr einfach und man stößt kaum auf sprachliche Barrieren. Lediglich medizinische Ausdrücke lassen einen ab und an stocken, diese werden aber im Verzeichnis am Ende des Buches sehr gut erläutert. Wie auch schon im ersten Teil der Trilogie wird hier ein sehr spannendes und fesselndes Szenario geschaffen aus dem man nicht mehr entfliehen will, wenn man einmal angefangen hat zu lesen.
Positiv ist mir auch aufgefallen, das sich dieser Teil von den Geschehnissen her zum ersten Band noch gesteigert hat. Man findet hier also nicht den fast schon klassischen „Lückenfüller-Band“, den man bei Trilogien leider oft hat. Es bleibt handlungsgeladen ohne dabei überfüllt oder hektisch zu wirken.
Das Werk endet auf einem Spannungshöhepunkt und bildet einen ungeheuren Cliffhanger, was die Wartezeit bis zum finalen, dritten Band gefühlt bis ins Unendliche steigert, gleichzeitig aber auch verdeutlicht, wie tief man sich in diese Geschichte fallen lassen kann, damit man so auf weitere Auflösungen aus der Welt des Monday Clubs hinfiebert.


Cover und Aufmachung

Zu sagen, man bekäme mich immer begeistert, wenn ein Buch ein tolles Cover hat wäre definitiv zu viel des Guten. Aber wenn wie hier der Inhalt überzeugt und das Cover in so leuchtenden Farben daher kommt, bin ich auf allen Ebenen zufrieden.
Das Cover ähnelt auf den ersten Blick stark seinem Vorgängerband, der in Lila-Türkies gehaltene Einband zeigt ein Mädchen, vermutlich Faye die zu schlafen scheint. Im Gegensatz dazu ist der in Lila-Rot-Orange gehaltene Mittelteil mit einem Mädchen geschmückt, dessen eines Auge offen ist. Vielleicht ein Hinweis auf Fayes Krankheit, ihren Zustand und die Geheimnisse des Clubs im jeweiligen Buch? Wenn hier meine Theorie zutrifft, bin ich mehr als gespannt auf den dritten Band, denn dieser zeigt Faye mit beiden Augen offen.
Ein weiteres wiederkehrendes Merkmal ist die Karte von Bluehaven im Innenteil des Hardcovers. Hier kann man im Laufe der Geschichte gut nachvollziehen, an welcher Stelle man sich grade befindet.



Fazit

„Monday Club – Der zweite Verrat“ hat mich gefesselt, unterhalten und neugierig auf den nächsten Teil gemacht. Er kam ohne große Längen aus, wirkte authentisch und war genau das, was ich mir erhofft hatte: Ein spannender, leicht zu lesender Jungendthriller mit gut ausgearbeiteten Charakteren. Wer gerne in diesem Bereich liest und neues, gutes Lesefutter sucht, sollte mal einen Blick nach Bluehaven riskieren.