Packender Auftakt zu einer neuen Reihe

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ladybella911 Avatar

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Dr. Julia Schwarz hat sich aufgrund eines Kindheitstraumas - ihr Bruder wurde von einem Kinderschänder brutal zugerichtet und dann ermordet, dazu entschlossen, Pathologin in der Rechtsmedizin zu werden, um anderen bei der Tätersuche zu helfen, und nach Möglichkeit den oder die Täter zu finden. Da sie sehr neugierig ist und es ihr aber auch bei ihrer Arbeit hilft wenn sie die entsprechenden Tatorte besichtigen kann, mischt sie sich des öfteren in die Ermittlungen der Kripo bei Mordfällen ein.

Dies ist auch der Fall, als im Moor eine Mädchenleiche gefunden wird, Florian Kessler, der leitende Ermittler, zieht sie als Gerichtsmedizinerin hinzu. Bevor Julia allerdings dazukommt, die Leiche genauer in Augenschein zu nehmen, ist diese spurlos verschwunden. Aber warum? Und...Wer?

Und nicht nur diese Fragen beschäftigen das Team, denn als man eine weitere Leiche im Geäst eines Baumes findet, kunstvoll drapiert und mit einem frischen Tattoo unter dem Bauchnabel das an die Mythologie der Maya erinnert, weiß man spätestens jetzt, dass man es mit einem Serienmörder zu tun hat.

Die Mädchen werden von einem gewissen Tobi, einem interessanten jungen Mann mit einem tollen Internetprofil angelockt, und wissen nicht, dass sich dahinter ein kranker, psychisch gestörter Mensch verbirgt. So geht es auch der jungen Hannah, die sich mit eben diesem Tobi verabredet. Als sie sich aber am vereinbarten Treffpunkt einfindet, ist Tobi nicht da, und sie wird von einem Mann angesprochen, der angeblich auch versetzt wurde, das Unheil nimmt seinen Lauf. Sie verschwindet spurlos. Als ihre beiden Freunde dies endlich nach zwei Tagen der Polizei melden, weiß man, sie ist in die klug gestellte Falle gelaufen. Wird man sie noch lebend finden? Die Ereignisse überschlagen sich und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Der Schreibstil von Catherine Shepard liest sich toll, er ist spannend und die Figuren wirken authentisch, besonders die beiden Protagonisten die sich im Laufe der Recherchen näher kommen, wirken trotz ihrer Eigenarten liebenswert und menschlich.

Die Handlung selbst ist sehr spannend, man rätselt mit, verirrt sich in den gekonnt gelegten falschen Spuren, um am Ende dann einen Täter zu haben, auf den man kaum hätte kommen können, da er in der Handlung fast nicht erwähnt wurde. Dies möchte ich als kleinen Kritikpunkt anmerken, obwohl ich es sehr mag, den Täter erst ganz zum Schluss präsentiert zu bekommen, hier war es mir zu plötzlich, und irgendwie erschien er mir, aufgrund des gesamten Geschichtsverlaufs auch nicht ganz stimmig.

Dennoch, ein absolut lesenswertes Buch, das ich gerne mit 4,5 Sternen bewerte – allerdings mit einem kleinen Abzug.

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