Spannung kaputtgeschrieben

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zausel Avatar

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Ein in einem besetzten Hotel raffiniert ermordeter Schwarzer, ein der deutschen Marine gestohlener Torpedo der neuesten Generation, eine mafiöse indische Familie, zwei chinesische Auftragsmörder, eine schöne Frau, ein attraktiver Wissenschaftler - und das alles im Schmelztiegel Südafrika.
Was für ein Plot hätte das werden können!

Ist es aber nicht.
Woran liegt das?
Meiner Einschätzung nach daran, dass dem Autor leider jegliche sprachliche und erzählerische Brillanz fehlt.
Die Charaktere der Protagonisten bleiben vage und für den Leser schwer einordbar. Wie diese sprechen und agieren ist sehr widersprüchlich. Besonders Frank und Carsten wanken ständig zwischen von der Situation völlig überforderten Normalos zu James Bonds für Arme.
Überdies wirkt die gesamte Story absurd konstruiert. Verschlimmert wird das dann noch im Epilog, wo das gesamte Buch nochmal zusammengefasst und letzte Details eingearbeitet werden, um dem Bedürfnis des Autors nach "stimmigen Krimis" Rechnung zu tragen.
Ich habe noch nie erlebt, dass das Entstehen von so etwas wie Spannung so konsequent kaputtgeschrieben wird. Sehr schade!