Menschliche Untiefen

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
heike13 Avatar

Von

Wieder ein neuer Fall für das K11. Pia Sander und Oliver Bodenstein werden zu einem Toten in einem Wohnhaus gerufen. Aufgrund der Kopfverletzung des alten Mannes kann nicht zweifelsfrei von einem Fremdverschulden ausgegangen werden. Der Mann, der allein lebte, könnte gestürzt sein und aufgrund der Kopfverletzung gestorben sein. Doch nachdem die Ermittler in einem Hundezwinger auf dem Grundstück des Opfers einen halbverhungerten Hund finden, der neben sich Menschenknochen liegen hat, gehen die Ermittlungen doch in Richtung Mord. Schnell stellt sich heraus, daß unter dem Hundezwinger drei Frauenleichen liegen, die seit 20 Jahren als vermißt gelten.
Die nun beginnenden Ermittlungen lassen in tiefe menschliche Abgründe blicken. Das Opfer hatte zusammen mit seiner ungeliebten Frau eine Vielzahl von Pflegekindern bei sich aufgenommen. Nach außen war die Frau zur Wohltäterin aufgestiegen, wurde sogar ausgezeichnet für ihr soziales Engagement. Immer am Muttertag hat sie alle Kinder um sich geschaart. Eine heile Welt eigentlich. Doch das Ermittlerduo findet immer neue Grausamkeiten heraus, sodaß sich Ihnen die Frage stellt, ob unter den Pflegekindern der Mörder vom Pflegevater zu finden ist. Was hat der Mord mit den Morden der vermißten Frauen zu tun? Alle verschwanden am Muttertag.
Mehrere Handlungsstränge werden im Rahmen der Ermittlungsarbeit miteinander verwoben. Doch durch den grandiosen Einblick den der Leser von den Charakteren und Lebensläufen der einzelnen Protagonisten erhält, kann er gut der Geschichte folgen. Immer einmal wieder denkt man, daß der Mörder nun gefunden ist, doch dann öffnet sich eine weitere Tür zu einer weiteren Untiefe.
Von der ersten bis zur letzten Seite herrscht eine grandiose Spannung, die den Leser in seinen Bann zieht. Fassungslos verfolgt man die Geschichte, die von Nele Neuhaus nach gewohnter Manier exzellent recherchiert wurde. Einfach toll, was ihr da wieder gelungen ist.

Fazit: von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung