Nicht überragend, aber auch nicht schlecht

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himmelskeks Avatar

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Es beginnt mit der Leiche eines älteren Mannes und seinem Hund, den jemand in seinem Außenzwinger eingesperrt hat, und wächst schnell zu einer Mordermittlung in großem Stil an. Der alte Theodor Reifenrath soll mehrere Menschen getötet und verscharrt haben, doch war der Mann in seinem Alter wirklich noch zu sowas in der Lage oder haben unsere Ermittler es mit einem anderen Mörder zu tun, der schon bald wieder zuschlagen wird?

Krimis lese ich eher selten, aber auf den Neuhaus-Hype bin ich mal aufgesprungen und hatte tatsächlich Glück. Obwohl das Buch der 9. Band einer Reihe ist, hat sich das nicht auf die Handlung an sich ausgewirkt, sondern betraf nur das Privatleben der Komissare. Es war also okay, wenn man die anderen Bücher nicht gelesen hat, sondern nur dieses ohne Vorkenntnisse.

Ich muss sagen, dass mir das Buch allerdings etwas zu umfangreich war. Es gab höllisch viele Namen und Personen, die alle zuzuordnen war schon echt schwierig, vor allem wenn man nicht nur die Verdächtigen, sondern auch wie in meinem Fall die Ermittler ganz neu kennenlernt. Außerdem haben die Zeitsprünge und Erzählerwechsel das Ganze zusätzlich erschwert, es scheint, als sei ich für den Schreibstil von Nele Neuhaus einfach nicht gemacht.

Weil es so viele Personen und Verdächtige gibt, so viele Details und Entwicklungen, die überraschend noch zutage treten, zieht sich die Geschichte auch entsprechend und ich hatte zwischendurch einige Motivationstiefs, da es mir einfach zu langweilig wurde. Was gut gemacht war allerdings, ist, dass ich für meinen Teil bis kurz vor dem Ende keine Ahnung hatte, wer denn der mysteriöse Mörder ist.

Ein guter Krimi, auch wenn ich nicht so viel Material zum Vergleich habe, jedoch werde ich wohl auch in Zukunft kein Fan dieses Genres.