Spannender Taunus-Krimi!

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hrafnaklukka Avatar

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„Muttertag“ ist der neunte Fall für die Ermittler Pia Sander und Oliver von Bodenstein, und ohne zu viel verraten zu wollen – diesmal wir es persönlich.
Die Geschichte hat verschiedene Erzählstränge, was anfangs etwas verwirrend wirkt, aber durch die Auflistung der Protagonisten am Anfang des Buches hatte ich dann schnell den Durchblick. Da wäre zum einen die junge Fiona, die nach dem Tod ihrer Mutter erfährt, dass sie adoptiert wurde. In der Vergangenheit begeht ein verschmähter Junge seinen ersten Mord und findet Gefallen daran. Und auch im Privatleben der Ermittler läuft es nicht rund – Pia hat den Kontakt zu ihrer Schwester Kim verloren. Viel Zeit zum Grübeln bleibt ihr allerdings nicht, denn der ehemalige Fabrikbesitzer Theo Reifenrath wird tot aufgefunden, und sein halb verhungerter Hund hat im Zwinger menschliche Überreste ausgebuddelt …..
Ein signifikantes Merkmal der von Bodenstein-Sander-Reihe ist es, das die Autorin sehr viel Wert auf die persönliche Entwicklung der wiederkehrenden Figuren legt und ihr Privatleben liebevoll ausarbeitet. Das ist ihr auch diesmal ganz hervorragend gelungen, besonders gut gefällt mir, das die Protagonisten so real wirken- eben mitten aus dem Leben. Sympathien und Antipathien konnte ich schnell aufbauen. Das Buch lässt sich flüssig lesen, und kommt ohne große „Splatter-Effekte“ aus, die Spannung kommt oft aus dem nicht-gesagten und den leisen Zwischentönen, denn wie jedes Buch hatte auch diese einen ernsten Hintergrund und regt zum Nachdenken an.
Durch geschickt eingesetzte Rückblenden werden die Ereignisse der Vergangenheit mit der Gegenwart verwoben und führen zu einem sehr spannenden Plot, und erst kurz vor Ende konnte ich erahnen, wie die Ereignisse zusammen hängen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ein solides und spannendes Krimi-Erlebnis!