Ein spannender Fall für Judith Krieger

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toebi Avatar

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Der fünfte Fall von und mit Kommissarin Judith Krieger. Es ist allerdings erst mein zweites, das ich aus dieser Serie gelesen habe. Gleich zu Beginn wird der Leser an den Tatort geführt, an dem sich zufällig auch Judith Krieger befindet. Als Leser wird man gleich mitten ins Geschehen gestoßen, was mir persönlich immer sehr gut gefällt. Kaum ist dies geschehen, beginnt Gisa Klönne aber auch schon mehrere Handlungsstränge aufzuziehen und den Leser auf unterschiedliche Fährten zu locken. Sie versteht es den Spannungsbogen so lange wie möglich zu ziehen, bis dann endlich alles zusammen läuft. Neben dem bereits bekannten Kölner Lokalkolorit folgen in diesem Band auch Ermittlungstrips nach Samos.

Auch wenn man so wie ich nicht alle Fälle von Judith Krieger kennt, so tut es nicht extrem viel zur Sache, um in diesen Fall reinzukommen. Für die Entwicklung von Judith Krieger ist es sicherlich wichtig, aber zwingend notwendig ist es aus meiner Sicht nicht.

Die 352 Seiten dieses Krimis lesen sich sehr schnell. Die kurzen Kapitel tragen hierzu sicherlich auch bei. Ist man erst einmal mittendrin, dann möchte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, sondern es in einem Rutsch zu Ende lesen.

Der fünfte Band hat mir auch besser gefallen als „Farben der Schuld“ , was eventuell auch an der hier angesprochenen Thematik liegen könnte. Die angesprochenen Kinderheime unter Nazi-Regime lassen einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen und das Thema fesselt auch noch nach Ende des Buches.

Aus meiner Sicht ein gelungener neuer Fall mit Judith Krieger und ich freue mich schon auf den nächsten Fall.