Noir

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traumfänger Avatar

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Ein Mord in einem Hotelzimmer das Mädchen Noir, das immer durchscheinender, als würde sie in eine andere Welt verschwinden und der Mörder, der das Mädchen liebt. Die letzten Sekunden vor einem Autounfall und die Wiederbelebung des kleinen Jungen, der hintern im Auto gesessen hat. Nino, der besondere Fähigkeiten besitzt, sucht auf einem Rave etwas, dass er vielleicht bei dem mysteriösen Drogendealer Monsieur Samedi finden wird…
Drei kurze Episoden prägen den Einstieg in den düsteren Roman „Noir“, wobei besonders der Prolog hervorsticht. Wie in ein Selbstgespräch vertieft, gibt der Ich-Erzähler einen surrealen Überblick von der Situation. Das folgende Kapitel erklärt die Fähigkeit der Hauptfigur Nino, die Todeszeit und –ursache bei einigen Menschen hervorzusehen. Schließlich wird der Leser mit Nino vertraut gemacht, der scheinbar auf der Suche nach etwas ist und dabei auf den geheimnisvollen und gruseligen Monsieur Samedi trifft.
Ziemlich viele Informationen stürmen schon während der ersten Seiten auf den Leser ein, die sich erst nach und nach zu einem Bild zusammenfügen. Doch gerade dieser Zustand des Un-, Halbwissens und Vermutungen, in den der Leser geführt wird, erzeugt viel Spannung und fesselt die Aufmerksamkeit, da immer neue Details auftauchen und zur Lösung betragen könnten.
Auch der Perspektivwechsel von Ich- zur auktorialen und schließlich zur personalen Erzählperspektive ist interessant und trägt dazu bei, dass der Leser mit weiß wo er dran ist und was er zu erwarten hat.
Zudem wird eine extrem düstere Atmosphäre geschaffen, die sich auf dem gesamten Einstieg erstreckt, durch die sich der Leser hindurch manövrieren muss.
Insgesamt ein gelungener Anfang für einen düsteren Roman, der Spannung und einen atmosphärischen, düsteren und surrealen Handlungsverlauf verspricht.