Für zwischendurch unterhaltsam ;-)

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21rebse Avatar

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Vergangenes Jahr habe ich mit großer Begeisterung „Mr. Fixer Upper“ von Lucy Score gelesen und war sehr auf „Not my Type“ – ihr neues Werk – gespannt. Dank einer Verlosung bei Vorablesen durfte ich das neue Buch nun schon vorab schmökern.

Für Franchesca Baranski, genannt Frankie ist es eine Herzensangelegenheit, dass ihre beste Freundin Prue, sie zu ihrer Brautjungfer und Trauzeugin gemacht hat. Sie hat sich sogar einen Zweitjob gesucht, dass sie genügend Geld für alle Ausgaben im Zusammenhang mit den Hochzeitsfeierlichkeiten hat.
Das erste Zusammentreffen mit Aiden Kilbourn, seines Zeichens Trauzeuge, steht unter keinem wirklich guten Stern und bestätigt Frankie in ihren Vorbehalten gegenüber der sogenannten „besseren Gesellschaft“, der Braut und Bräutigam angehören.

Als der Bräutigam in der Nacht vor der Hochzeit vor den Augen von Frankie entführt wird, startet eine aberwitzige Verfolgungsjagd. Über die Hilfe von Aiden ist Frankie alles andere als glücklich, aber er lässt sich nicht so leicht abschütteln.

Nach der nervenaufreibenden Hochzeitsfeier steht die Rückkehr in den Alltag an und bei Frankie dreht sich alles um ihr Studium und das Bemühen Geld für das Ablösen ihres Studienkredits zu verdienen. Aiden hat ihr schon während der Hochzeit mehr als deutliche Avancen gemacht und auch gezeigt, dass er mehr von ihr will, aber darauf will sich die junge Frau nicht einlassen.

Die Geschichte lässt sich flott weg schmökern und die stellenweise absurd-schrägen Ereignisse – gerade im Zusammenhang mit der Hochzeit – bringen zum Grinsen. Wobei mir dieser „Roadtrip“ ab einem gewissen Zeitpunkt „too much“ wurde und ich froh war, als die Handlung in etwas übersichtlichere Bahnen zurückgekehrt ist.

Aiden und Frankie sind sympathische Charaktere und gerade die temperamentvolle und schlagfertige Protagonistin hat mir gut gefallen. Es hat mich ein wenig irritiert, dass Frankie, obwohl sie einerseits so gegen Voreingenommenheit und Vorurteile Stellung bezieht, selbst nur zu oft ein Opfer genau dieser Eigenschaften wird und immer einen Schubs von außen braucht, um ihren Blickwinkel zu ändern. Auf der anderen Seite macht sie dieser Umstand dann auch wieder sehr menschlich.

Seinen Lebensweg hatte Aiden klar vor sich, doch das Zusammentreffen mit Frankie bringt ihn merklich aus dem Tritt. Er entdeckt den Reiz und Wert anderer Dinge im Leben, wenn dieses nicht von der Arbeit dominiert wird. Sein Wandel wird im Lauf der Geschichte schön beschrieben.

Auch das erotische Prickeln zwischen Protagonisten kommt in der Handlung nicht zu kurz, drängt sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund und passt gut in den Verlauf der Geschichte.

Die Handlung spielt recht gekonnt mit Stereotypen und Vorurteilen, kann sich für meinen persönlichen Geschmack aber nur selten auf erfrischende Art davon lösen bzw. damit auseinandersetzen.

Von mir gibt es für die unterhaltsame Lovestory 3,5 Bewertungssterne!