Bitterböse

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frakajo Avatar

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Fred trifft im Kino seinen alten Schulfreund Max wieder und lädt ihn prompt zu seiner Geburtstagsfeier ein. Es stellt sich heraus, dass Max in kriminellen Kreisen ein hohes Tier ist, der auch vor Mord nicht zurückschreckt. Max und seine einfachen Problemlösungen üben eine eigenartige Faszination auf Fred aus, der gerade in der Midlifecrisis steckt. Fred sucht Max‘ Nähe.

Ein toller Roman: sehr böse und amüsant und locker geschrieben. Fred ist ein normaler Mann mittleren Alters mit einem normalen Leben: mit Frau, zwei Kindern und einem Haus. Der Typ wie du und ich. Und darum kommt er ungemein sympathisch rüber. Wer hat nicht schon mal Mordgedanken, wenn einem der eine oder andere Zeitgenossen ärgert. Immer wieder verschwinden Leute aus Freds Dunstkreis und man wartet beim Lesen drauf zu erfahren, was mit ihnen passiert ist. Fast alles löst sich auf, nur ob jetzt etwas mit Freds Schwager passiert ist oder nicht, wird nicht mehr verraten.

Manchmal habe ich mich mit den vielen Zeitsprüngen schwer getan, weil es oft nahtlos, ohne Absatz, ineinander überging. Aber alles in allem war es sowohl eine vergnügliche, wie auch eine faszinierende und spannende Geschichte, die ich verschlungen habe.

Nicht nur für Freunde des schwarzen Humors absolut lesenswert.