Ohne Ziel ist der Weg auch egal

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hatschepsut Avatar

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Das Cover ist zum Glück bei einem ebook nicht ganz so wichtig, denn das hat mich so gar nicht angesprochen. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich muss sagen, es hat sich gelohnt die humorvolle Story zu lesen. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und mich sehr gut amüsiert. Einige Dinge sind vorhersehbar, andere nicht so sehr und die Autorin hat es geschafft in dieses lustige Verwechslungsspiel auch noch ein paar Lebensweisheiten mit einfließen zu lassen. Wie es sich für eine gute, leichte Lektüre gehört gibt es auch noch ein happy End nach Wunsch.
Lenja ist verzweifelt, denn ihre große Liebe Ben hat sie verlassen. Schon mehrere Versuche ihn zurückzugewinnen sind fehlgeschlagen und so fasst sie einen irrwitzigen Plan. Ben möchte gerne für Ärzte ohne Grenzen nach Afrika gehen und überbrückt die Zeit bis dahin als Vertretungsazt in einem gehobenen Seniorenheim. Seine Ziehgroßmutter wohnt auch in diesen Etablissement. Lenja beschließt sich als alte Dame zu verkleiden und sich auch dort einzumieten. Sie erhofft so Ben wieder näher zu kommen und ihn zu überzeugen, daß es ein Fehler war sie zu verlassen. Lenja ist Drehbuchautorin für eine Vorabendserie und ihre beste Freundin Beate ist Maskenbildnerin. Diese ist zwar von dem Vorhaben nicht begeistert, hilft ihrer Freundin aber dennoch bei der Maskerade zur alten Frau.
So kommt es, daß Lenja in eine Seniorenresidenz zieht und auf alte Dame macht. Schnell freundet sie sich mit den Senioren an und auch Ben bekommt sie zu Gesicht. Aber es ist schwieriger, als gedacht an ihn heran zu kommen und so freundet sie sich mit seiner Oma an. Diese berichtet ihr erstmal brühwarm, daß Ben seine Freundin endlich in den Wind geschossen hat.
Zusätzlich zu Lenjas eigenem kleinen Drama spielt sich in der Klinik ein Verbrechen ab. Kurz vor ihrer Ankunft werden zwei polnische Reinigungskräfte bewußtlos und mit Botox entstellt aufgefunden. Lenjas Spürsinn ist geschärft und sie betreibt eigene Nachforschungen. Derweil machen sich ihre besten Freunde Beate und ihr Kumpel Tim, der auch ihr Geschäftspartner ist, große Sorgen um sie. Als dann noch die Rezeptionistin mit einer Vergiftung ins Krankenhaus muß ist klar, daß dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.
Lenja kämpft sich wacker durch und merkt, wie liebenswert die alten Menschen sind. Gloria, Bens Oma gesteht ihr, daß sie ihre Maskerade durchschaut hat, aber auch, daß sie Lenja gerne mag, nur der Meinung ist, daß Ben und sie nicht gut zusammen passen. Trotzdem hilft sie ihr mehr Kontakt zu Ben zu bekommen.
Die Maskerade geht munter weiter, alles geht etwas drunter und drüber, Pärchen finden sich, der Täter wird überführt und es kommt zu einem wirklich schönen Ende mit dem das Buch abschließt.