Diffus-okkulte Stimmung während eines spannenden Anfangs

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vamperl Avatar

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Durch die Leseprobe, die leider aufgrund eines anderen Buches eine Weile warten musste, wird die Aufmerksamkeit des Lesers ganz klar auf die Protagonistin gelenkt und - unter anderem durch das Vorethalten von Informationen und das einfache Andeuten von Ahnungen - eine Spannung geschaffen, wie ich sie nur von wenigen Thrillern so in Erinnerung habe. Unwirklich scheinende Hinweise inhaltlicher Art, wie auf die seltsmaen Stimmen oder die Schattenhafte Figur des Mannes im Höhleneingang - war es Helfer Neal, und wer ist er? oder war es der Mörder? Wer ist ER - und wenn er tot ist, wieso kann er wiederkommen? - folglich leichte Unstimmigkeiten in der Personenkonstellation und eine diffuse, leicht psychedelisch-okkulte Stimmung im Prolog wecken die Neugierde. Hier geht es nicht um die Unheimlichkeit des Todes und der damit verbundenen Verbrechen, die einen bei Beckett faszinieren, hier spürt man als Leser, dass es um ein Geheimnis geht, das sich im Bereich des Metaphysischen abspielen muss oder zumindest die Ahnung davon erweckt, dass irgendetwas jenseits unserer fassbaren Welt eine wichtige Rolle spielt. Dennoch wirkt der Prolog nciht kitschig.gruselig, soindern packend und faszinierend. Es ist, als würde einem durch die Leseprobe ein Blick gewährt, ein Hauch, eine Idee dessen, was da kommen kann - aber es bleibt unfassbar. Wenn man dann den Titel noch mit einbezieht und sich Pandoras mythologischer Figur widmet, muss man das Buch wohl einfach kaufen, denn der kurze Einblick in die "Kiste" verspricht Gänsehaut sondersgleichen....