Ein schöner Einstieg

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21rebse Avatar

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Beim Stöbern auf Instagram und durch eine Buchverlosung bei Vorablesen bin ich auf die Redwood-Trilogie von Kelly Moran aufmerksam geworden. Die Leseprobe zum ersten Teil „Es beginnt mit einem Blick“ hat mich dann endgültig davon überzeugt, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte.

Avery Stowe hat eine schwierige Zeit hinter sich und ist froh Abstand zu bekommen zu ihrem Ex-Mann und einer kräftezehrenden Scheidung. Sie zieht mit ihrer autistischen Tochter Hailey zu ihrer Mutter in das kleine Städtchen Redwood.
Schon der erste Abend bringt mehr Spannung als Avery eigentlich brauchen kann, als ihre Tochter einen schwerverletzten Welpen im Wald findet.
Hilfe bekommen sie von Tierarzt Cade O’Grady, der Avery auf den ersten Blick für eine verantwortungslose Tierbesitzerin hält und dementsprechend ruppig mit ihr umgeht.

Cade O’Grady würde am liebsten vor Scham im Boden versinken als er erfährt, welche falschen Schlüsse er aus der ersten Begegnung mit Avery und ihrer Tochter gezogen hat. Eine Entschuldigung ist das Mindeste und ein zweiter Blick auf die attraktive junge Frau ist ihm auch nicht unrecht.

Die Anziehungskraft zwischen Cade und Avery entgeht auch dem restlichen Ort nicht und der ein oder andere spielt zu gern Amor. Aber kann sich Avery wieder auf eine Beziehung einlassen und kann man jemanden wie Cade, der sich bisher immer an unverbindliche Flirts gehalten hat, ernst nehmen?

Der leichtfüßige und gut verständliche Schreibstil der Autorin nimmt einen schnell an der Hand und mit in die Geschichte. Die Figuren sind schön gezeichnet und werden mir als Leser schnell sympathisch. Das Setting in der Kleinstadt mit seinen schrulligen, aber liebenswerten Bewohnern macht einen großen Teil des Charmes der Geschichte aus. Auch die anderen amüsanten Details, wie die Praxistiere tragen ihren Teil dazu bei, dass einem der Roman beim Lesen ein Schmunzeln auf die Lippen zeichnet.

Die emotionale Entwicklung zwischen Cade und Avery ist schön und größtenteils authentisch beschrieben, wenn mich auch Avery mit ihrer Gangart „Ein Schritt vor und drei zurück“ ziemlich Nerven gekostet hat.
Hailey, Averys autistische Tochter ist mir beim Lesen besonders ans Herz gewachsen und ich habe die Darstellung des kleinen Mädchens als sehr glaubwürdig empfunden.

„Redwood – Es beginnt mit einem Blick“ ist eine sehr facettenreicher und liebevoll ausgearbeiteter Liebesroman, der mich trotz der ein oder anderen unnötigen Länge, gut unterhalten hat und dafür von mir 4 Bewertungssterne bekommt.