Kleinstadt-Liebe

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In Redwood, einer kleinen Stadt in Oregon, laufen die Dinge etwas anders. Das muss auch die neu zugezogene Avery feststellen, die mit ihrer kleinen, autistischen Tochter Hailey eigentlich nur auf der Suche nach einem Neuanfang nach ihrer schrecklichen Ehe ist. Doch ehe sie sich versieht hat sie nicht nur einen neuen Job gefunden und ein neues Familienmitglied in Form eines kleinen Welpen dazugewonnen, sondern ihr wird auch noch eine Beziehung mit Cade, einem der drei O‘Grady Brüder und Tierärzte, die die ortsansässige Tierklinik führen, angedichtet. Dass dieser der Frauenschwarm schlechthin ist und auch ihr Herz höher schlagen lässt, passt Avery so gar nicht in den Kram, denn sie sucht doch eigentlich gar keine neue Beziehung..

Redwood ist das Musterbeispiel einer idyllischen Kleinstadt. Jeder kennt jeden, jeder hilft jedem, alle haben sich lieb und die Stadt wird bestimmt aber liebevoll vom sogenannten „Drachentrio“ gelenkt, bestehend aus zwei Tanten und der Mutter der drei Tierärzte Cade, Flynn und Drake. Sogar einen eigenen Twitter- und Pinterest-Accout hat die Stadt, wo regelmäßig der neuste Klatsch und Tratsch gepostet wird, ganz zum Leidwesen von Avery, die als die Neue in der Stadt natürlich für viel Gesprächsstoff sorgt. Schlimmer noch, so ziemlich das ganze Dort ersucht, sie mit Cade zu verkuppeln, mit dem sie aber kleinen so glücklichen Start hatte.
Mir persönlich hat die Atmosphäre im Buch, wenn auch immer übertrieben auf heile Welt getan wurde, beim Lesen sehr gut getan. Man konnte sich einfach zurück lehnen und hat sich wohlgefühlt, während das Geschehen leise aber sicher vor sich hin plätscherte.Das große Drama hat gefehlt, aber das empfand ich als gar nicht so schlimm.

Avery war ein sympathischer Charakter, mit dem sich viele Frauen bestimmt identifizieren können. Aus ihrer letzten Ehe ging sie als unsicher und voller Selbstzweifel hervor, dazu ist sie noch eine alleinerziehende Mutter einer autistischen Tochter, die keinerlei Berührung zulässt. Entsprechend einsam fühlt Avery sich oft, bis Cade in ihr Leben tritt und versucht, ihr etwas von ihrem Selbstwertgefühl wieder zurückzugeben.
Cade jedoch war mir zu geleckt. Er hat in dem Sinne keinerlei schwere Vorgeschichte, ihm persönlich ist nie wirklich was dramatisches passiert, was seinen Charakter geprägt hat, all seine Eigenarten beruhen auf dem Schicksal seines Bruder Drake, weswegen ich mich auch sehr viel mehr auf Teil 2 und 3 der Reihe freue, in denen es um die beiden anderen Brüder geht. Cade ist „einfach nur“ der hübsche Womanizer, wohingegen der taubstumme Flynn und Drake, der mürrische große Bruder, in meinen Augen einfach mehr Charakter haben.

Dennoch habe ich die Lektüre diese Buches sehr genossen, der Schreibstil gefiel mir und besonders die kleine Hailey hat sich zu einem meiner liebsten Charaktere entwickelt.
Ich freue mich auf Band 2!