Reise ins Ungewisse

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monja1995 Avatar

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Mein Umriss:

Sylvan lebt mit seiner Mutter und seinen Geschwistern Fern, Orris und Aven am großen Fluss Sinethis. Bisher waren die Jungen von ihrer Mutter wohlbehütet im Bau aufgewachsen, doch nun kommt der große Tag. Sie dürfen raus.
Schon früh wird Sylvan wach und kann es kaum erwarten, dass seine Geschwister wach werden. Er hat nur ein Ziel. Er will raus und die Welt kennen lernen. Als sich dann alle am Ausgang des Baus eingefunden haben, geht es los. Die Mutter zeigt ihren Jungen ihr Revier, wobei sie auch auf das Weibchen des Nachbarreviers treffen und die Jungen schnell merken, dass sich Schermäuse nicht unbedingt wohlgesinnt sind, wenn sie aufeinander treffen. Sie lernen die besten Futterplätze kennen und werden von ihrer Mutter auf das Leben vorbereitet, indem sie sie immer wieder vor den draussen lauernden Gefahren erzählt.
Nach diesem ersten Ausflug der erst am Abend endet, kehren sie zurück in ihren Bau und freuen sich schon auf weitere Ausflüge. In der Nacht wird Sylvan wach, weil er seltsame Geräusche hört.
In dieser Nacht geschieht Schreckliches und Sylvan muss es seinen Geschwistern beibringen. Ein Feind drang in ihr Revier ein und sie sind in höchster Gefahr. Den kleinen Sängern, wie sie sich nennen, bleibt nur die Flucht und die Suche nach einer neuen Bleibe. Dabei geraten sie nicht nur einmal in höchste Lebensgefahr….

Mein Eindruck:

Aus der Perspektive des Mäuserichs Sylvan ist diese Geschichte erzählt, die in groben Zügen an Watership down erinnert. Schnell ist man im Geschehen und fiebert mit den Mäusegeschwistern mit, wenn sie immer wieder in Gefahr geraten. Dass ihre Erlebnisse nicht immer glimpflich ablaufen liegt auf der Hand. Der Autor Tom Moorehouse schaffte es jedoch, dem Leser nichts vorzuenthalten und trotzdem auf brutale Ausschmückungen diverser Begebenheiten zu verzichten. Unblutig und doch endgültig stellt er Kämpfe dar, die sich zwischen den Schermäusen und ihren Feinden ereignen. Es ist ein Leichtes in die Geschichte einzutauchen und sich treiben zu lassen. Man lebt, leidet und fiebert mit den jungen Mäusen, die nichts anderes wollen, als in Frieden leben. Aber um dieses Ziel zu erreichen müssen sie manches Abenteuer bestehen und einige Verluste hinnehmen.
In einer leichten, lockeren Schreibweise trifft der Autor genau die Zielgruppe, die erreicht werden soll. Auch wenn dieses Buch für Kinder ab 9 Jahren geschrieben ist, so wird auch so mancher Erwachsene davon begeistert sein. Denn die Botschaft die es übermittelt, betrifft jung und alt:
Mit echten Freunden erreicht man alles.

Mein Fazit:

Sehr gutes Erstlingswerk eines Autors, von dem hoffentlich noch mehr erscheinen wird