Ganz viel feiner Humor und liebevoll schrullige Charaktere.

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calimero8169 Avatar

Von

Inhalt

Keinen Job, keinen Freund, keine Perspektive - das ist die nicht gerade erfreuliche Bilanz, als Romy in ihr winziges Dorf im schönsten Nirgendwo heimkehrt. Als Schauspielerin gescheitert, umgeben von schrulligen Alten, fasst sie einen tollkühnen Plan: Sie wird aus ihrer Scheune ein elisabethanisches Theater bauen. Und Romeo & Julia aufführen. Mit den Alten aus ihrem Dorf. Sie haben kein Geld, keine Erfahrung, aber einen Star: Ben, Herzensbrecher und liebenswerter
Dilettant, dessen größter Erfolgt ein Waschmittelspot war...

Eindruck

"Romeo & Romy" ein angehauchte Liebesgeschichte, verpackt in einen skurilen Traum der die Tat umgesetzt wurde.
Andreas Isquierdo hat mich mit dieser Geschichte verzaubert. Eine Geschichte über das Alt werden, die eigenen Wurzeln und Heimat. Über die Fähigkeit sein gesamtes Leben in einer kleinen Dorf-
gemeinschaft zu verbringen und den Wunsch in dieser auch die letzte Ruhe zu finden.

Mit ganz viel feinem Humor und ebenso viel Tiefgang führt "Romeo & Romy" durch die Vor- und Nachteile eines Leben auf dem Dorf, durch Freundschaft und Zusammenhalt, durch Enttäuschung und Vergebung und zeigt auf, dass Familie diejenigen sind, denen wir vertrauen, denen wir uns anvertrauen und für die unser Herz schlägt und die zu uns halten - unabhängig davon, ob wir genetisch zueinander gehören und das unsere Heimat dort ist, wo wir bedingungslos geliebt werden. Denn nur dort und mit einem solchen Rückhalt, können unsere Träume und Wünsche wahr werden.

Die Charaktere in diesem Buch sind so liebevoll schrullig erschaffen, dass man sich ihnen nahe fühlt und eigentlich das Gefühl hat, man könnte mit ihnen zusammen in diesem Dorf leben, lieben, lachen, weinen und - Romeo & Julia - sein. Der Schreibstil ist sehr sensibel, fein und schon ein wenig poetisch - einfach toll!

Fazit

"Romeo und Romy" ist Balsam für Herz und Seele. Ein tolles Buch sowohl als Sommerlektüre mit Schmunzel- und Tränengarantie, als auch für besinnliche und nachdenkliche Stunden und als Lichtblick zu verstehen, das es doch noch tiefe Freundschaft und Zusammenhalt gibt in einer Welt die immer anonymer und egoistischer wird.