Ein Leben für die Ehre

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
misao Avatar

Von

Das Cover:
Zunächst möchte ich etwas zum Cover sagen, da mir dieses sehr gut gefällt. Es wirkt edel und fällt trotz großem Schwarzanteil in der Buchhandlung gut auf. Abgebildet ist das Kurzschwert (nehme ich mal an) der Samurai, welches anmutig und luxuriös verziert ist. Am oberen Rand sieht man eine Berglandschaft, die im alt japanischen Stil gezeichnet ist, darunter breitet sich die Schwärze aus, was vielleicht einen Wink auf die Schlacht in Sekigahara sein soll. Das Wort Ronin und der Name des Autors zeigen Ausschnitte eines japanischen Bildes. Man erkennt auf den ersten Blick, welches Thema dieses Buch hat.

Zum Inhalt:
Bennosuke, der Sohn des berühmten Samurai Munisai Shinmen wohnt in dem Dorf Miyamoto. Dort pflegt er pflichtbewusst die Rüstung seines Vaters, trainiert bei seinem Onkel Tasumi Schwertkunst und hilft seinem Onkel Dorinbo bei den Arbeiten des Schreines der Amaterasu. Er sehnt sich genauso auf die Rückkehr seines Vaters, wie er sich auch davor fürchtet, denn er vermutet, dass Munisai enttäuscht von seinem 13 Jährigen Sohn sei, da dieser an einem Hautausschlag leidet und nicht ruhmreich wie sein Vater ist.
Als Munisai kurze Zeit später wirklich heimkehrt, ändert sich das Leben von Bennosuke komplett. Sein Vater offenbart ihm ein furchtbares Geheimnis, welches mit den verbrannten Dorfruinen und dem Tod Bennosukes Mutter zu tun hat. Zudem hat Munisai den Stolz des Fürstensohnes Hayato Nakata verletzt, indem er die Festung eines Feindes niederbrennt, die Hayato beziehen wollte.
Kurze Zeit später taucht Hayato mit seinem Gefolge auf und versucht den verletzten Munisai herauszufordern. Stattdessen wird die Herausforderung an Bennosuke abgegeben, der den feindlichen Kämpfer durch Zufall, Kraft und Glück bezwingen und töten kann. Bennosuke wird von seinem Vater zum Mann und Samurai erklärt und soll sich zur Lehre in die nächste größere Ortschaft Aramaki begeben. Dort angekommen trifft er Hayato mitsamt Leibwachen und eine wilde Verfolgungsjagd beginnt, bei der Hayato einen Arm verliert.
Als Strafe soll Bennosuke Seppuku begehen, wird aber von seinem Vater gerettet, der sich an Stelle seiner anbietet. Doch damit ist es nicht getan, denn Hayato fügt Munisai vor allen Anwesenden bei seiner eigenen Todeszeremonie Schande zu.

Bennosuke will Vergeltung für den unehrenhaften Tod seines Vaters.


Meine Meinung:
Gerade eben habe ich das Buch beendet und bin immer noch fasziniert vom alten Japan. Bei jedem Buch macht man eine Reise mit; diesmal in ein anderes Land und eine andere Epoche. Der Schreibstil ist sehr gut an diese Zeit angepasst, aber auch nicht zu überspitzt, was die Dialoge betrifft, wie ich es aus anderen Büchern kenne. Das Buch kann man auch sehr gut einzeln lesen, denn nur der Epilog zeugt von einer zukünftigen Fortsetzung. Im Anhang erzählt der Auto noch einiges über die tatsächlichen Begebenheiten des Musashi Miyamoto, denn diesen hat es wirklich gegeben. Zwar hat David Kirk vieles dazugedichtet und erweitert, dennoch vieles beibehalten was sich wirklich zugetragen hatte.