Wie man ein weißes Lebensblatt füllt

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pompeiana Avatar

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Rasant reihen sich die Ereignisse aneinander. Was auf sieben Seiten nicht alles geschehen kann!

Dem Projekttag des Kindergartens verdankt die Heldin, -diese Bezeichnung für die Protagonistin sollten wir auf jeden Fall beibehalten-, einen neuen Lebensabschnitt. Seitensprung, Auszug, Einzug bei Muttern, Flug nach Mallorca, Strandbekanntschaft. Aus dieser wird sich im weiteren der Club der verlassenen Weiber gründen, der Leser ahnt es schon. Und der Titel verrät bereits, dass die Strategien dieser vergnügungswilligen Leidensgemeinschaft zum Erfolg führen werden. Es sei denn Frau Hauptmann beschließt, unsere Heldin in eine mallorkinische Öko-Ziegenzüchterin zu verwandeln.

Das würde mich überraschen.

Wenig überraschend sind hingegen die breit gestreuten Klischees, derer sich die Autorin bedient. Ob neureiche Marmortreppenbesitzer, blonde Rivalin, dumme Touristen aus den neuen Bundesländern, Ballermann und Balneario, nichts wird ausgelassen.

Der Schreibstil ist äußerst einfach, das perfekte Strandbuch für den einfachen Mallorcafan, vorzugsweise aus der Ex-DDR (s.o.).

Zwischendurch finden sich jedoch Sätze, die einer gewissen Komik nicht entbehren. Mein Favorit: „Ihr Lebensblatt war weiß, alles stand auf Anfang.“

Bitte mehr davon! Schickt mir das Buch, ich schreibe Euch einen schönen Verriss. ;-)